Ist Bodo Ramelow in der richtigen Partei?

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00:00:08: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge zwischen Zettel und Stift.

00:00:11: Wir nehmen euch heute mit an den Schreibtisch der Pro-Redaktion.

00:00:15: Wir, das sind heute Nikolaj Franz, mein Kollege in der Redaktionsleitung und ich, Jonathan Steinert.

00:00:20: Herzlich willkommen.

00:00:22: Wir haben heute Morgen in der Redaktion lang über eine ethische Frage diskutiert und es ging dabei darum, wie wir künstliche Intelligenz bei Bildern in unsere Berichterstattung einsetzen wollen und wo da möglicherweise auch Grenzen liegen.

00:00:37: Und in diese Diskussion wollen wir euch ein bisschen mit reinnehmen.

00:00:40: Und außerdem wollen wir über Bodo Ramelow sprechen.

00:00:44: Er ist ja der Ex-Ministerpräsident von Thüringen, der erste Ministerpräsident, den die Linkspartei überhaupt gestellt hat.

00:00:50: Und jetzt ist der religionspolitischer Sprecher der linken Fraktion im Bundestag.

00:00:54: Nico, du hast ihn ja vor einigen Wochen für unsere Podcastreihe Glaube Macht Politik Interviewt.

00:01:00: Kannst du vielleicht erst mal ganz kurz erklären, was er mit diesem anderen Podcast von Po auf sich hat und warum du dort mit Bodoramalo gesprochen hast?

00:01:07: Ja, Jonathan, gerne.

00:01:09: Bei Glaube macht Politik, da geht es darum, das wird ja geschrieben, Glaube, Punkt, Macht, Punkt, Politik, findet ihr bei jedem Podcastcatcher eurer Wahl.

00:01:17: Da geht es darum, dass um die Verknüpfung zwischen Glaube, Religion und eben Politik im weitesten Sinne, oft auch im sehr engen Sinne, ja, wir sprechen dann mit Menschen über die in politischer Verantwortung sind oder zu einem politischen Thema, was zu sagen haben, die Christen sind und ... Ja, dann sprechen wir mit ihnen zum Beispiel Bodoramelo, der Religionspolitischer Sprecher der Linkspartei ist, bzw.

00:01:46: der Linkspfraktion im Deutschen Bundestag.

00:01:50: Und wo hast du ihn getroffen?

00:01:52: Kannst du das mal beschreiben, wie das Setting so war?

00:01:54: Ja, also wir waren in seinem Wahlkreisbüro in Erfurt und da, ja, wie man sich das vorstellt, wie ein Wahlkreisbüro von der Linkspartei, also Aufkleber, die irgendwie auch lustig gestaltet waren.

00:02:09: Es gab so ein paar Bierdeckel, die dann rumlagen, die mit Bodor Ambelos Konterfei, der ein Bier ablehnt auf dem Bierdeckel und dann steht Stand da drauf er fort kippt nicht und auf dem Bier glas waren dann die waren dann die die logos von der afd und von der cdu und fdp abgebildet.

00:02:33: also das war dann quasi so.

00:02:35: die die Bierrandmauer gegen deren politische Gegner.

00:02:40: also alles was nicht links ist

00:02:41: genau ja aber ansonsten ja fröhliches treffen sehr freundlich auch die mitarbeiter aber das ist ja eigentlich so gut wie immer so.

00:02:49: du hast dich ja schon mal interviewt als er ministerpräsident war da hast du ihn in der staatskanzlei in erfurt getroffen.

00:02:56: was was ist das für ein typ?

00:02:58: wie würdest du ihn aus dein begegnung mit ihm beschreiben?

00:03:01: ja also als ich damals Bei ihm war, das war, das ist schon einige Jahre her, da war er gerade Ministerpräsident von Thüringen geworden und das war der erste linke Ministerpräsident und bisher auch einzige in Deutschland.

00:03:20: Und ich habe das deswegen damals gemacht, weil er ja auch überzeugter Christ ist und das ist allein schon in seiner Partei sehr ungewöhnlich.

00:03:32: Und wir haben das, wir sind dann dahin und haben ihn dann getroffen.

00:03:36: Und es war von seinem Typ her erst mal, würde ich sagen, gradlinig, souverän, bestimmt, durchaus auch cholerisch.

00:03:49: In beiden Interviews gab es, also sowohl jetzt bei dem Glaubemacht-Politik-Podcast als auch vorher, bei dem Wortlaut-Interview, was man dann eben nachlesen kann.

00:03:59: Da gab's Situationen, wo er echt dann auch laut geworden ist, wo ich dann gedacht habe, okay, gut, das, ja, aber... War

00:04:05: denn die falsche Frage gestellt?

00:04:07: Das

00:04:07: sieht ja so ungefähr, ja.

00:04:08: Damals ging's dann um die Stasi-Vergangenheit von manchen Fraktionsmitgliedern von ihm, also wo er auch schon oft darauf angesprochen wurde.

00:04:16: Deswegen hat's mich ein bisschen gewundert.

00:04:17: Das ist die, ihnen da so... Es wirkt dann natürlich so, wenn ein Politiker laut wird, dass man ihn aus einem Konzept gebracht hat, was jetzt nicht meine Absicht war.

00:04:24: Aber man will ja versuchen irgendwie dann die Themen... die relevant sind, dann auch zu fragen.

00:04:30: Auf jeden Fall.

00:04:31: Ja, also das, das würde ich auch auf jeden Fall so sehen.

00:04:34: Und vom, vom Typen her, also wirklich freundlicher Mensch, der glaube ich auch keine Berührungsängste hat mit irgendjemandem zu sprechen.

00:04:41: Auch nicht mit so einem christlichen Magazin hier, wie wir es eben sind, pro.

00:04:46: Und ja, er ist, und das macht ihn auch so ein bisschen, also seine vom Auftritt her schon sehr landesväterlich, würde ich halt sagen.

00:04:56: Also das passt einfach zu ihm.

00:04:58: und wenn man Landesvater ist, dann kann man eben auch jetzt kein Radikaler sein und so ist es allen klar.

00:05:03: Der Mann ist jetzt nicht am linken Rand der Linkspartei, sondern der ist eben sehr bürgerlich, würde man sagen, also für Linksparteiverhältnisse.

00:05:12: Und er bekennt sich ja sehr offen zu seinen christlichen Glauben.

00:05:15: Ich erinnere mich, ich habe mal Christine Liebeknecht interviewt, das ist ja seine Nachfolgerin im Amt.

00:05:20: das Ministerpräsidenten in Thüringen gewesen und sie hat mir erzählt,

00:05:25: er ist der Nachfolger von ihr.

00:05:27: Also sie war ja vorher und er ist dann auf sie gefolgt.

00:05:31: Aber sie wäre fast seine Nachfolgerin geworden,

00:05:36: als es

00:05:36: da diese Thüringer Verhältnisse gab und es keine richtige Mehrheit irgendwie gab.

00:05:41: Da war die sie kurzzeitig im Gespräch das eben doch wieder dann zu machen.

00:05:46: Eine Übergangsregierung zu führen.

00:05:47: Und

00:05:47: sie kann auch ganz gut mit ihm.

00:05:48: Genau, das wollte ich nämlich sagen, die beiden haben eine ganz gute Beziehung zueinander und sie hat mir erzählt, sie und er waren so die einzigen, die relativ regelmäßig zu den Antachten da im Thüringer Landtag gegangen sind.

00:06:01: Und das fand ich sehr interessant.

00:06:02: Obwohl sie ja parteipolitisch ziemlich weit auseinander liegen, haben sie dort noch auch durch den Klauben irgendwo eine gemeinsame Beziehung gefunden.

00:06:09: Ja, interessant.

00:06:11: Jetzt wollte ich mal fragen, du hast das schon jetzt angesprochen, die Partei, die Linke geht ja am Grunde aus der SED hervor, was ja die zentrale politische Kraft der DDR war, also eine Partei, auf die sich die sozialistische Diktatur gestützt hat.

00:06:25: Und eben in Rammelos Fraktion, dann Thüringen waren auch ehemalige Stasi-Mitarbeiter.

00:06:31: Wie ist er denn mit diesem Thema umgegangen?

00:06:34: Ja, Jonathan, du kommst ja aus Sachsen, ich komm aus Hessen.

00:06:37: Also der Wessi und der Aussi sitzen jetzt hier zusammen und der Wessi erklärt jetzt, wie das hier so läuft mit der SED und so.

00:06:44: Also nur mal das vorzuschicken.

00:06:46: Also ich stütze mich da einfach nur auf das, was ich eben gelesen und gehört hab und mit ihm besprochen hab.

00:06:51: Und das Lustige ist ja er ist ja selber Wessi.

00:06:55: Er hat hier gearbeitet auf jeden Fall bei Ingießen bei einem Kaufhaus.

00:07:00: von von diesem Kaufhaus haben wir eben damals auch eine Bibel nämlich mitgebracht und mit dem Aufkleber dieses Kaufhauses und das war so unser unser kleines Geschenk für ihn hat er sich auch sehr gefreut und konnte es auch sofort zuordnen weil er nämlich da da diese biografischen und geistlichen Bezüge hatte.

00:07:17: Und du hattest jetzt gefragt, wie das mit der SED und so.

00:07:22: Genau,

00:07:23: wir, damit umgegangen ist auch mit dieser Kritik, dass ehemalige Stasi-Leute in seiner Fraktion sitzen.

00:07:28: Ja, genau.

00:07:29: Also das war tatsächlich so, ich hatte mich damals sehr intensiv vorbereitet und habe mir wirklich jenen angeguckt aus dieser Links-Fraktion in Thüringer Landtag, weil... dass eben jetzt so eine neue, also das erste Mal war das ein Linkspartei-Politiker-Ministerpräsident war.

00:07:48: und dann haben dann auch manche gesagt, jetzt geht Thüringen in den Bach runter und das wird alles nicht funktionieren, weil jetzt kommen die Sozialisten an die Macht und so.

00:07:57: Es ist ja dann real tatsächlich anders geworden, auch wenn man natürlich Sachen kritisieren kann und so, aber deswegen habe ich da besonders drauf geschaut, das würde ich jetzt nicht jedes Mal machen.

00:08:06: Meine Recherche hat eigentlich ergeben, dass bei der Linksfraktion es eigentlich zwei Gruppen gab, entweder die älteren, die eigentlich alle in der SED waren und Teile von ihnen auch in der Stasi dann Spitzel waren.

00:08:20: In unterschiedlicher Intensität bis hin zu wirklichen Leuten, wo dann auch das nachher Medienbericht dazu gab, dass sie wirklich voll dahinter standen hinter dem dem Apparat und den Bespitzelungen, die es dann gehabt haben.

00:08:33: Es gibt ja auch viele, die dann dazu gezwungen wurden und so, aber andere gab es eben auch als Überzeugungstäter.

00:08:40: Und das wurde zumindest einem sehr stark vorgeworfen.

00:08:43: Und ich hab dann auch gefragt, Herr Ramelow, wie gehen Sie denn damit um?

00:08:47: Wie kann man das dann irgendwie hinkriegen?

00:08:50: Heutzutage Verantwortung, politische zu übernehmen und in derselben Fraktionen zu sitzen und dann so eine Vergangenheit zu haben.

00:08:57: Und für ihn war der Punkt, dass er gesagt hatte, es ist ihm wichtig, dass das was war, dass das genannt wird, dass es transparent benannt wird.

00:09:08: Also das war meine Rolle in der DDR.

00:09:10: Und dass man das bekennen soll und dass man darauf ausgehend davon ausgehen, dass man dann eben ja dann auch so eine Rehabilitation irgendwie haben kann und dann auch Verantwortung übernehmen kann.

00:09:23: Und er war dann so ein bisschen, aber fand ich doch wage, Was dann die Verantwortung bedeutet?

00:09:28: Also gehört da halt ein Schuldbekenntnis dazu oder muss das sein?

00:09:32: Das waren so ein bisschen eher Andeutungen.

00:09:34: Also mich hat das überhaupt nicht überzeugt.

00:09:36: Und das war auch die Stelle, wo er lauter geworden ist.

00:09:40: Aber das gehört eben auch dazu.

00:09:43: Aber wie will man sonst damit umgehen?

00:09:45: Man kann ja nicht sagen, ich distanziere mich von Ihnen und ich finde, Sie sollten die Partei verlassen, dann hätte es eben auch nicht geklappt.

00:09:52: Aber das ist mir auch dazu.

00:09:55: ist die Linkspartei ja immer noch am politischen Rand in unserem Parteinspektrum.

00:10:00: Uns als Magazin wird ja manchmal gesagt, wenn wir den und den interviewen, dann bieten wir dem auch eine Plattform, eine Bühne für seinen Ansichten.

00:10:08: Und jetzt könnte man ja sagen, ja, das ist jetzt auch so, wenn wir mit Leuten von der Linkspartei reden, dann bieten wir den ja eine Bühne und problematisieren das vielleicht nicht ausreichend oder verharmlosen möglicherweise auch, dass das eine Der Partei ist der auch radikale Gruppen zumindest nahestehen.

00:10:24: oder die die Fraktionschefin, die stellt ganz offen die Systemfrage und spricht davon, dass sie den Kapitalismus überwinden will.

00:10:32: Wie gehen wir mit Pro eigentlich mit diesem Risiko um, würden wir mit jedem von der Linkspartei reden?

00:10:39: Also grundsätzlich ist es, kann ich das verstehen, wenn jemand sagt, dass man sollte das nicht tun.

00:10:45: Also ich sehe es anders.

00:10:47: Dass man jemanden von der Linkspartei generell nicht interviewt.

00:10:50: Ich weiß auch, dass unter unseren Lesern da wirklich einige auch sind, die das kritisch sehen und ich respektiere das absolut.

00:10:56: Und zwar ganz besonders gibt es natürlich ganz besonders, verstehe ich, dass bei Leuten, die ja auch aus Familien kommen, die in der DDR wirklich einfach zu leiden hatten unter der SED.

00:11:07: und unter dem Unrechtsregime, was da war.

00:11:09: Und was teilweise auch noch heute verharmlost wird.

00:11:14: Für mich als Wessi ist das eine sozialistische Partei, unter der ich nie zu leiden hatte oder so, die ich eben gut oder schlecht finden kann und mit denen ich sprechen kann.

00:11:24: Aber manche Leute sind eben existenziell oder biografisch wirklich betroffen davon.

00:11:31: Man weiß das ja, dass es Gängelung gab, Überwachung.

00:11:36: dass es Unterdrückung gab, dass Leute nicht studieren durften, weil sie sich eben, also muss ich jetzt dir nicht erklären, und den betroffenen Lesern noch weniger.

00:11:48: Das kann ich wirklich verstehen, dass man da Manchetten hat.

00:11:52: Und wir haben aber für uns entschieden, dass wir keinen Embargo haben gegen irgendeine Partei.

00:11:55: Also wir würden auch Leute von oder wir interviewen auch Leute von der AfD.

00:11:59: Und das heißt nicht, dass wir, wenn wir jemanden anfragen als Politiker, dass wir ihn dadurch gut finden müssen.

00:12:07: Das heißt aber auch nicht, dass wir ihn schlecht finden.

00:12:10: Das heißt einfach nur, dass wir finden, dass das relevant ist, das zu Sprache kommen zu lassen, was diese Person darüber denkt und dann eben aber auch die Fragen, die im Raum stehen.

00:12:21: Ein Argument, was ich finde, spätestens seit Internet und Social Media nicht mehr funktioniert ist, dass man ihnen dann eine Bühne bietet.

00:12:28: Also die Bühne ist halt Social Media heutzutage.

00:12:31: Die schaffen die sich selbst.

00:12:32: Genau.

00:12:32: Und sie schaffen sich ihre eigenen Echo-Räume.

00:12:35: Der Punkt ist, man kann sich halt fragen, wollen wir diese Partei, XY, ich meine nicht nur die Linkspartei dazu, wollen wir die einfach... sich selbst überlassen und dann einfach sie weiter so senden lassen.

00:12:50: Das dürfen sie ja.

00:12:51: Aber in ihren eigenen Blasen bekommen sie eben dann auch keinen Widerspruch und wir sind dann dafür da, um die Fragen des Publikums zu stellen.

00:12:59: Dazu gehört dann eben und das habe ich dann auch damals als meine Aufgabe verstanden, als es dann eben um dieses Thema ging.

00:13:05: Ja, ich spreche jetzt eben auch oder ich versuche zumindest jetzt auch dafür zu sprechen, was was manche Leser jetzt auch empfinden.

00:13:12: Also man sagt ja, dass man Anwalt des Publikums ist als Journalist.

00:13:15: Und das finde ich wirklich wichtig, dass man das im Blick behält und dass das damit kein Endorsement oder so verknüpft ist, das stellt sich, das ist klar, ja.

00:13:27: Und dass man natürlich freundlich und, ich sag mal, rational und unaufgeregt miteinander redet, ich finde, das gebietet einfach auch der Anstand.

00:13:40: Wir haben, glaube ich, ein sehr optimistisches Bild.

00:13:43: Das meine ich im guten Sinne.

00:13:45: Ein wirklich optimistisches Bild von unseren Lesern und von unseren Hörern, weil wir ihnen das eben zutrauen, sich dann selber eine Meinung zu bilden über das, was sie hören.

00:13:54: Aber wir wollen eben dann auch der Person, die wir dann interviewen, die Möglichkeit geben zu den Vorwürfen, die einfach im Raum stehen, Stellung zu beziehen.

00:14:01: Und am Ende kann der Leser sagen, ich finde ihn immer noch blöd oder ich habe jetzt Kommers Mainz nachdenken oder so, aber darauf wollen wir nicht beeinflussen.

00:14:09: Jetzt hast du ja mit Bodoramelo auch über ein kritisches Thema gesprochen jetzt für den aktuellen Podcast, nämlich wie hält es die Linke mit Israel?

00:14:17: oder auch wie hält es Bodoramelo mit Israel und mit dem Thema Antisemitismus.

00:14:22: Warum war das überhaupt ein Thema, weshalb du mit ihm darüber gesprochen hast?

00:14:25: Ja, ich fange ein bisschen weiter.

00:14:31: Vorne an, weil ich das eben auch schon mal gesagt habe, SED und so, vielleicht einfach die Hörer, das ist einfach normal klar ist.

00:14:37: Die Linkspartei hat ja eine Geschichte, die in der DDR eigentlich startete.

00:14:44: Seitdem man nimmt dann noch die Vorläuferparteien dazu.

00:14:46: Aber wir gehen jetzt mal von der SED aus.

00:14:48: Die SED hat sich in PDS, mit ihrem damaligen Vorsitzenden Gregor Gysi, Der jetzt immer noch

00:14:57: fraktionskollege.

00:14:58: Fraktionskollege ist einer von den drei Silberlocken, die dann diese Kampagne gemacht haben.

00:15:04: Ramello und Gisie gehören dazu, aber der ist noch ein bisschen silberiger als Ramello, weil er nämlich noch mal älter ist.

00:15:10: Auf jeden Fall, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das war dann, das Die vier Parteienlandschaft zu einer fünf Parteienlandschaft gemacht.

00:15:24: Im Westen hat sich die WASG gegründet, die Wahlalternative soziale Gerechtigkeit, angeführt von Oscar Lafontaine als Reaktion auf die Agenda-Reform von Schröder, Hartz IV und so weiter.

00:15:36: Und das war dann die Westpartei und die PDS galt irgendwie als Ostpartei.

00:15:41: Und die sind dann fusioniert zusammen zur Linkspartei, also aus WASG und PDS wurde dann die Linkspartei.

00:15:49: Aber sie ist, wie sie auch die Partei auch selber festgestellt hat, rechtsidentisch mit der SED.

00:15:57: Das heißt, man mag das irgendwie als Populismus verstehen, wenn man sagt, das sind ja die von der SED, aber im Grunde ist das richtig.

00:16:06: Also das ist so.

00:16:08: Und diese Partei Man hatte früher immer gesagt im Osten ist es eine Volkspartei, weil die eben auch ja eben von der DDR kamen und von Verantwortung her kam ein Link im Westteil, die WHSG ist ne Sekte oder so, also so radikalere, schwieriger Leute.

00:16:28: Die haben sich dann aber irgendwie einigermaßen zusammengerauft und jetzt ist die... Linkspartei in den letzten Jahren oder in wenigen vergangenen Jahren aber sehr stark gewachsen.

00:16:38: Manche haben sogar ihre Mitgliederzahlen verdoppelt.

00:16:41: Das ist bei.

00:16:41: davon können von so Wachstumsraten können CDU und SPD nur träumen.

00:16:46: Und Rammulo selber hat dann auch das thematisiert und auch gesagt, das ist schon auch ein Problem.

00:16:52: Weil halt, wenn so viele neue Leute reinkommen, die irgendwie dann halt die Reicheneg toll finden oder so auf TikTok und treten dann der Linkspartei dabei, das ist dann halt Die eine Seite der Linkspartei, die die neue Seite, Heidi Reicheneck und Co.

00:17:08: Die Hippe, Kuhle und so und dann die alte mit den Silberlocken, wo die ja selber so ein bisschen kokettieren, also die alte Riege, die alte Kampfgruppe.

00:17:17: und und da muss man sagen, jetzt habe ich ganz weit ausgeholt, aber da gibt es eben auch so zwei Strömungen von, was heißt eigentlich Linkssein?

00:17:25: Also bei Heidi Reicheneck ist das ja ganz stark so Kapitalismus, Kritik, Reiche und so.

00:17:31: besteuern, enteignen, keine Ahnung.

00:17:34: Und dazu gehört aber auch diese neue, ich sage mal neue, neuere Strömung von linkspolitisch-aktiven Leuten.

00:17:47: Alles im Prinzip alles, was mit Woke zu tun hat, also Wokeness mit der grundsätzlichen Einteilung von Leuten oder von bestimmten Gruppen in Täter und Opfer, im Benachteiligte und Benachteiligende.

00:18:06: Und so, also da gibt's dann schon, und ich bitte um Verzeihen, dass ich jetzt alles ein bisschen Holzschnittartig jetzt skizziere.

00:18:15: Mir ist bewusst, dass man das auch, dass man das nicht ganz so platt natürlich sehen darf, aber einfach nur damit man schnell durchkommt.

00:18:21: Da gibt's zwei unterschiedliche Haltungen, einfach die klassische Linke, wo eben auch dann Ramolo und Gise und so, die ihre Wurzeln haben.

00:18:29: Und dann eben die Neuere.

00:18:30: Und die ist eben ganz stark, zum Beispiel im Bereich Israel, sehr viel kritischer, um es mal vorsichtig zu formulieren, als das jetzt die alte Riege ist, bis hin zu offenen, blanken Antisemitismus und Judenhass.

00:18:44: Was eigentlich kein Kennzeichen jetzt von PTS, WHO, SG oder so war, das war da eigentlich gar nicht so das Thema.

00:18:50: Aber das ist jetzt halt Thema spätestens seit dem siebten Oktober, wo sehr viele israelis und andere ermordet wurden also wirklich der holocaust versuch zwei punkt null sozusagen war woraufhin es dann den den gaza krieg gegeben hat und viel leid natürlich.

00:19:09: aber da gab es ganz starke solidarisierungswellen eben von linker seite die mit israelkritik dann auch irgendwann nichts mehr zu tun hatten sondern wirklich mit antisemitismus mit antisemitischen stereotypen wo israel mit doppelten Maßstäben, doppelten Standards eben dann bewertet wurde.

00:19:29: und da muss man sagen, da ist schon, auch wenn Ramello das anders formulieren würde, aber da ist schon eine Spaltung in der Linkspartei und ein Riss in der Linkspartei.

00:19:40: Zwischen den, so kann man es in irgendwie allen Teil diesen neueren Strömungen und Jüngeren, die Israel kritisch bis antisemitisch entteilen drauf sind und den älteren, wo das nicht so ausgeprägt ist.

00:19:52: Wo es das aber trotzdem auch gibt.

00:19:54: Also gerade in der DDR, in der SED gab es dann schon auch eher die Solidarisierung mit den Palästinensen und eine starke Israel-Kritik.

00:20:01: Israel ist der Aggressordammer an Osten.

00:20:04: Also das hat schon auch eine Tradition da im längeren Spektrum.

00:20:08: Und du sagst jetzt, es gibt da aber eine Spaltung, Ramelou sieht das nicht so.

00:20:12: Oder wie?

00:20:14: Was hat er dazu gesagt, was ihn darauf angesprungen?

00:20:16: Ja, also ich hatte den Eindruck, dass er das schon sehr, sehr genau weiß und das auch so sieht.

00:20:21: Also, ja, kann ich es in seinen Kopf reingucken, aber das war so mein Gefühl.

00:20:25: Aber natürlich versucht er dann, als jemand der Verantwortung trägt, dann das auch ein bisschen in Schutz zu nehmen und so.

00:20:30: Und er widerspricht ja dann auch an geeigneter Stelle, ist ja klar.

00:20:34: Und er sieht sich nicht zuletzt selbst eben als Kieselstein.

00:20:39: im Schuh der Linkspartei, also er ist sich bewusst, dass er da auch aneckt, aber er wird auch weiter.

00:20:46: oder will auch weiter da anecken und da eben seine Meinung sagen.

00:20:50: Also

00:20:50: er problematisiert den Antisemitismus, der auch von linker Seite ausgeht.

00:20:54: Ja, er problematisiert das sehr deutlich und wirbt dann auch dafür, dass, ja, also man muss auch sagen, was mich auch echt überrascht hat, er ist nicht erst seit gestern in diesem Thema drin, er ist seit vielen Jahren sehr, sehr engagiert in Sachen Antisemitismus, also gegen Antisemitismus eben zu sein.

00:21:14: mit Israel und auch mit den in Deutschland lebenden Juden, sich zu solidarisieren und Kontakte zu suchen und so auch nicht immer, wenn nicht nur, wenn das irgendwie politisches Prestige springt oder so, sondern wirklich auch, also lange, jahrelange Beziehung, Erkerngrad aus Israel wieder hat dann auch berichtet darüber, was er da erlebt hat und so und was ihn bewegt hat.

00:21:36: Und das, also da würde ich ihm wirklich bescheinigen, dass er da absolut, ja, also eine ganz und auch vorbildliche Haltung hat, was das Thema insgesamt angeht.

00:21:47: Und das vermutlich seine Partei internen Widersacher bei diesem Thema, ein Bruchteil von dem überhaupt wissen, was er dazu weiß.

00:21:55: Geschichte, Zionismus von Israel, auch die biblischen Bezüge.

00:22:00: Also er ist wirklich einer, der sich in der Bibel einigermaßen gut auskennt so.

00:22:05: Und das, also da würde ich ihn tatsächlich auch in Schutz nehmen davor.

00:22:09: Aber er hat selber aber definitiv dann auch Ja, zu kämpfen mit seinen Parteigenossen.

00:22:18: Als Religionspolitiker hat er ja auch jetzt mit dem Verhältnis des Staates zu den Religionen in Deutschland zu tun, auch zu den Kirchen.

00:22:26: Und das Staatskirchenrecht, das dieses Verhältnis regelt, das will er gerne modernisieren.

00:22:30: Da habt ihr ja auch drüber gesprochen.

00:22:32: Kannst du so vielleicht eine Idee sagen, die er da hatte, wie so ein neues modernes Staatskirchenrecht aussehen kann?

00:22:40: Ja, also Staatskirchenrecht, da macht man ihm auch so schnell nix vor, weil er ist ja als Ministerpräsident von Thüringen in diesen ganzen Themen drin.

00:22:49: Und da sind wirklich auch Sachen, wo ich, also ich beschäftige mich schon so ein bisschen, damit ich bin das kein Experte für Staatskirchenrecht, aber da habe ich schon gedacht, okay, gut, er ist wirklich da informiert bei diesen Themen.

00:22:59: Ich will jetzt auch nicht auf das Detail angehen, aber könnt ihr einfach mal reinhören da in die Folge.

00:23:05: Ich fand nicht ganz spannend, was er da alles wusste.

00:23:07: Aber einen Punkt, den ich... sehr interessant fand, war, er wirbt für die Einführung des italienischen Kirchensteuerechts oder Kirchensteuermodells.

00:23:17: Und zwar heißt das auf italienisch Otto per Mille, also acht pro Mille.

00:23:25: Und das bedeutet, dass Null, acht Prozent, also acht pro Mille, nicht als Alkohol unter Obergrenzen oder so gilt, sondern Null, acht pro Mille der Einkommensteuer.

00:23:37: als Kirchensteuer sozusagen verwendet wird, aber das bedeutet nicht, dass man, dass das automatisch an irgendeine Kirche geht, also im Fall Italien ist natürlich vor allem der katholischen Kirche und dass es auch nicht automatisch irgendwo hingebucht wird, wenn man registriert das Kirchenmitglied ist, sondern man kann sich aussuchen, also zweckgebunden, wo dieses Geld dann hingehen soll.

00:23:58: Und zwar jeder Bürger, nicht nur Kirchenmitglied.

00:24:00: Ja, jeder Bürger muss das zahlen und Man kann dann sich überlegen, ob das an die katholische Kirche gehen soll, an irgendeine Freikirche, an humanistischen Verband oder ob der Staat das einfach selber nehmen kann oder ob das an irgendwelche Organisationen gespendet werden soll.

00:24:18: Aber auf jeden Fall ist das dann Pflicht.

00:24:21: Das Interessante ist allerdings, bei uns ist das ja so in Deutschland, dass in Baden, Württemberg und Bayern sind es acht Prozent, in übrigen Bundesländern sind es neun Prozent, so weiss ich.

00:24:31: Das TARA.

00:24:33: Also der Einkommensteuer, als der wird quasi an die Kirchen abgeführt.

00:24:40: Das heißt aber, das sind, je nachdem, wie man das dann rechnet, zehnmal mehr.

00:24:45: Also das ist halt deutlich höher, als das jetzt bei den Otto Bermille ist, bei den Nullkomma acht Prozent.

00:24:51: Aber das fand ich mal interessant, dass er so reingebracht hat, weil die Kirchensteuer, und da finde ich hat er auch einen Punkt, und viele Kirchenkritiker finde ich haben auch einen Punkt, dass eben das doch eine ziemliche Verflechtung gibt von Staat und Kirche bei uns, dass der Staat eben dafür zuständig ist, Kirchensteuer einzuziehen.

00:25:07: und was wenige dann auch wissen, hat er auch dann betont, die Kirche zahlt ja auch dann dafür.

00:25:12: Für

00:25:13: die Dienstleistung.

00:25:13: Für die

00:25:14: Steuer-Einzehnte.

00:25:16: Und vor allem hat man dann auch nicht mehr das Problem, das zu sagen, was ist denn mit den anderen?

00:25:20: Also was ist denn mit Freikirchen und so?

00:25:23: Warum können die nicht auch davon profitieren?

00:25:26: Ja, aber man muss natürlich auch realistisch sein.

00:25:30: Er ist natürlich religionspolitischer Sprecher, aber er gehört nicht die Regierung an.

00:25:33: Natürlich wird das nicht kommen.

00:25:35: Aber die Idee lohnt zu diskutieren.

00:25:40: Du hast ihn auch aufhin Zitat von Matthias Mirsch angesprochen.

00:25:43: Matthias Mirsch ist der Fraktionsvorsitzende der SPD.

00:25:46: im Bundestag und er hat uns im Interview gesagt, Jesus ist ein Linker.

00:25:51: Wir haben darüber in der ersten Folge dieses Podcasts gesprochen, also gerne nochmal nachhören.

00:25:56: Du hast ihm mit diesem Zitat konfrontiert, was sagt denn der linken Politiker Rammelot zu dieser Aussage?

00:26:02: Also, ich fand, der war sehr souverän, darauf geantwortet, weil also Mirsch hat natürlich dann die Steilvorlage von Anna Lutz.

00:26:14: ja, wirklich verwandelt und hat dann gesagt, ja, Jesus war links und so, fertig, ne.

00:26:18: Das hat dann auch für Schlagzeilen gesorgt, dass sie rumgereicht worden und sowas.

00:26:21: Der Rammelo hat sich nicht so darauf eingelassen und hat, und hat das hat ein Bild mitgebracht, was er aus Israel quasi mitgebracht hatte.

00:26:31: Da war nämlich Jesus dargestellt als Obdachloser.

00:26:34: Und er sagte, für mich ist Jesus jetzt gerade ein Obdachloser so.

00:26:37: Also da hat es sich so ein bisschen aus der, also diese Frage ein bisschen um Schiff und so, aber

00:26:43: War das Bild aus Israel oder aus Rom?

00:26:45: Stimmt, das war in Rom.

00:26:48: Ja,

00:26:49: das war beim Papst.

00:26:50: Ja, richtig.

00:26:51: Und da, weil sonst halt auch oft von Politikern aus dem linken Spektrum dann kommt, auch Jesus war ein Sozialist oder jeder Christ ein Sozialist.

00:27:02: Wer war das noch mal?

00:27:04: Was war das, Gisi?

00:27:05: Ich glaube, es war Gisi, der gesagt hat, jeder... Nicht jeder Sozialist muss ein Christ sein, aber jeder Christ muss ein Sozialist sein, so habe ich auch gesagt.

00:27:14: Also da macht man sich dann auch ein bisschen sehr komfortabel.

00:27:18: Aber dahinter steckt natürlich der Punkt, dass man die Botschaft von Jesus, die an die Armen hat, an soziale Gerechtigkeit und auch an die Reichen, dass man die eben sehr ernst nimmt, aber dann eben auch zum politischen Maxime.

00:27:33: hebt sozusagen also das berg predigt dann auch wirklich so als politisches programm.

00:27:37: dann gilt und da muss ich dann auch sagen ja gut dann ja kann man kann man so sehen.

00:27:43: ich sehe es nicht so weil es einfach auch dem kontext nicht entspricht.

00:27:47: aber ich finde es dann ich zumindest finde es dann einfach erfrischend wenn sowas dann mal einfach diskutiert wird und wenn dann auch gesagt wird auch von aus linker seite die jetzt oft ja auch kirchenkritisch sind das dann Im Fall von Miersch und Rammelo ist es ja nicht so.

00:28:03: Im ganzen Gegenteil sind es sehr pro Kirche und Glaube.

00:28:06: Aber das da eben auch gesagt wird, nee, da sind auch wichtige Anliegen, die in der Bibel, die ja heute noch wichtig sind und auch mich irgendwie leiden.

00:28:17: In dem Fall eben ein Einsatz für soziale Gerechtigkeit.

00:28:22: Aber Rammelo hat sich da ganz gut rausgezogen aus der Verantwortung.

00:28:28: Ich erinnere mich auch noch an das erste Interview, da hat er auch wirklich nicht nur so Plattaussagen getätigt dazu oder so Plakative, sag ich besser, sondern er hat auch so Dinge ins Spiel gebracht aus dem alten Testament, die sonst auch nicht so oft vorkommen.

00:28:44: Zum Beispiel das Erlassjahr, dass er das sehr gut findet oder so, dass man das dann alle, das dann im Erlassjahr, ich glaube es sind alles, neun, vierzig Jahre, dann die gesamten Schulden erlassen werden.

00:28:56: Und dass es auch was Schuldsklaverei angeht.

00:29:01: Und dass man dann ... dass es dann Teile gibt vom Acker, der dann eben abgerntet werden kann.

00:29:10: Von den Armen und so, dass man den übrig stehen lässt und so.

00:29:14: Dinge, die man sonst nicht so hört vom Politiker, sondern da geht's dann meistens um christliches Menschenbild und Jesus und Bergpredigt und so.

00:29:21: Also da ist Rammelo schon wirklich auch reflektiert.

00:29:24: Ich meine, wenn ich den Podcast noch richtig im Ohr hab, hat er auch gesagt, Jesus ist Hoffnung.

00:29:29: Also, das bringt ja auch noch mal eine persönliche Zeit zum Ausdruck, die er damit verbindet.

00:29:35: Was würdest du sagen, du hast ja auch deutlich gemacht, dass auch der Kieselstein im Schuh der Linken ist, ist er in der richtigen Partei, so mit seinen Überzeugungen?

00:29:44: Oder würde er eigentlich woanders besser einpassen?

00:29:48: Ja, also es sagen ja viele, er wäre eigentlich in der falschen Partei.

00:29:53: Und er selber hat dann auch mal Anstoß dazu gegeben, und zwar, das war nach einem Landesparteitag der Linken in Thüringen im Mai, im Mai, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, Das war so ein Parteitag in Thüringen, wo dann das Spitzenpersonal überraschend neu gewählt wurde, wo es so Debatten gab, Richtungsfragen.

00:30:39: wo's einfach, was ihn einfach irritiert hat.

00:30:41: Ich glaub, dieses Thema Israel, Antisemitismus und so, ist dann auch möglicherweise auch noch ein Auslöser davon gewesen.

00:30:47: Er hat dann aber das nachher eingefangen, hat gesagt, nee, nee, das passt natürlich und so.

00:30:51: Und er, seine Lösung ist, er ist eben der Kieselstein im Schuh der Partei.

00:30:59: Aber er will gerne auch in dem Schuh drin bleiben.

00:31:03: Ich find das ein bisschen interessant, weil normalerweise sind die ... Querdenker, also ich meine damit jetzt nicht die Querdenker aus der Corona.

00:31:13: Also eigentlich sind ja so Querdenker, die mal was gegen Strichbürsten.

00:31:18: Das sind ja oft so Leute, die eher am Rand der Partei stehen und auch so ein bisschen, also den Leuten so ins Gewissen auch reden, oft sehr wortgewaltig und so, aber meistens dann keine politische Verantwortung übernehmen.

00:31:30: Und bei Rammelo ist es eigentlich genau umgedreht.

00:31:32: Also niemand hat, steht mehr für Verlässlichkeit und Stabilität und Verantwortung übernehmen und so in seiner Partei als er.

00:31:42: Aber er ist quasi der Rebell.

00:31:44: Also er ist der Rebell als der Bürgerliche.

00:31:48: Und auch als Realpolitiker.

00:31:50: Ja, Realpolitiker.

00:31:51: Und die anderen sind, die anderen, die eigentlich viel ideologischer sind, sind der Kern, der Linkspartei.

00:31:56: Also der, keine Ahnung, der Fußschuh oder so, für die Fresse um das, um ein Bild zu bleiben.

00:32:03: Und das ist doch schon irgendwie bemerkenswert.

00:32:05: Das würde aber auch bedeuten, wenn so Leute wie er die Partei verlassen würden, dann würde das natürlich sehr negativ.

00:32:12: Fehlt eine wichtige korrigierende Stimme?

00:32:14: Ja, aber auch so nach außen für das Image, das

00:32:17: Aushängeschild.

00:32:18: Wenn man dann nur noch mehr Leute hat, wo man auch kommunikativ einiges einfangen muss danach.

00:32:26: Man sieht natürlich, wie die AfD sich im Bundestag verhält, was da für Zwischenrufe kommen oder so.

00:32:30: Aber wenn man sieht, wie die Linkspartei sich im Bundestag verhält mit politischen Botschaften auf T-Shirts und so und dann, wo mehrfach das schon kam, dass dann Ordnungsrufe es gab oder auch Leute aus einem Saal geleitet wurden und so, das ist schon, die bieten schon dann eine sehr große Angriffsfläche.

00:32:46: Und das würde sicherlich nicht passieren, dass dann Ramello irgendwann vom Saalschutz aus dem Reichstag dann geführt werden würde.

00:32:56: Klar.

00:32:58: Ja, vielen Dank für deine Einschätzung zu Budokamelo.

00:33:00: Also ganz herzliche Empfehlungen, diese Podcast-Folganz und natürlich auch alle anderen aus unserer Reihe.

00:33:06: Glaube Macht Politik.

00:33:08: Wir wechseln nochmal ganz kurz das Thema zum Abschluss.

00:33:11: Ich hatte es vorhin angedeutet, wir haben heute über KI-generierte Bilder diskutiert in der Redaktion und überlegt, wann können wir eigentlich solche Bilder bei uns für die Berichterstattung verwenden.

00:33:23: Der Fall war folgende, Nico, du brauchtest einen Foto für einen Beitrag und hast nur eins gefunden, was in öffentlich zugänglichen Quellen war, was aber nicht genug Qualität hatte, um es veröffentlichen zu können.

00:33:33: War unscharf, es war verpixelt.

00:33:36: Und du hast mit JetGBT dann eine technisch verbesserte Version davon erstellt.

00:33:40: Warum hast du dann da irgendwo ethische Fragen plötzlich vor dir gesehen?

00:33:45: Ja, also beim KI-Einsatz müssen wir sich jetzt sowieso immer ethische Fragen stellen, weil anders ist es zum Beispiel, um es mal so vielleicht zu erklären, anders ist es glaube ich bei Unternehmen, die zum Beispiel ein Produktfoto präsentieren wollen und dann wird dann halt der Hintergrund weggestempelt und ein schöner passender Hintergrund hingemacht.

00:34:06: Oder wenn ein Pressefoto veröffentlicht wird, dann will man natürlich die Personen ordentlich aussehen lassen und so und dann stempelt man dann vielleicht die Augenringe ein bisschen weg oder retuschiert die so ein bisschen.

00:34:17: Wobei, das ist auch der Punkt, die Rettusche ist eben nicht, also klassische Rettusche ist eben nicht dasselbe wie die KI-Optimierung.

00:34:26: Und ich hoffe, das wird jetzt nicht so kompliziert, aber es, der Fall war, da war ein Foto von jemandem, das so ein bisschen verpixelt war und ich habe dann ChatGBT einfach mal gesagt, wir haben das noch nie, soweit ich weiß, noch nie eingesetzt, dass wir das dann verwendet hätten.

00:34:44: Ich habe es in dem Fall übrigens auch nicht verwendet.

00:34:46: Und zwar habt dann Chatty D gesagt, verbessere das Bild technisch, aber rein technisch, also die und die Punkte, die sollten besser werden.

00:34:54: Und dann, du darfst aber nichts Inhaltiges verändern, weil wir das nämlich für Journalismus verwenden.

00:35:00: Weil im Journalismus, das ist ja eben, wie Augstein das formuliert hat, sagen was ist und nicht sagen, was wir uns gerne wünschen würden oder sagen oder darstellen, was wir, was nicht so ist, aber was schön wäre, wenn es so wäre oder so.

00:35:14: Ne, also es soll halt ein Abbild der Wirklichkeit sein.

00:35:17: Und auch bei der Retusche muss man ja eben vorsichtig sein, dass man jetzt nicht zu viel macht.

00:35:21: Also die, wenn dann Rolex-Uren weggestempelt werden oder so, weil das irgendwie einen falschen Eindruck erwecken könnte, das geht halt nicht.

00:35:27: Das darf man eigentlich, finde ich als Journalist, nicht machen.

00:35:30: Das heißt, man darf nichts vorgaukeln, was nicht da ist.

00:35:32: Und bei KI-Optimierung, und ich rede jetzt nicht von so ein paar in Anführungsstrichen KI-Funktionen von Photoshop, die... nicht so weitreichend sind, wie jetzt das, was ich gemacht habe.

00:35:45: Bei solchen Optimierung, da wird eben ein Bild neu generiert.

00:35:50: Da wird nicht einfach der Kontrast von dem bestehenden Bild geändert oder so, oder einen Schärft oder so, oder irgendeinen Weichzeichnungsfilter draufgelegt oder so.

00:36:01: In dem Fall war dann zum Beispiel die Haut unscharf und auf dem Optimierten Bild ist dann die Haut gestochen scharf.

00:36:09: Das heißt, da sieht man dann auch die Bohren.

00:36:12: Die Falten sehen ganz klar aus von der Haut.

00:36:17: Und das liegt eben daran, dass die KI aufgrund von statistischen Wahrscheinlichkeiten sagt, okay, wahrscheinlich sah das im Original halt so aus, weil ich habe nämlich Drei Millionen Bilder von, also es war jetzt, ich sag mal, ungefähr sechzig Jahre alter Mann.

00:36:34: Ich hab drei Millionen Bilder von sechzig Jahre alten Männern.

00:36:36: Ich weiß, wie die Haut von denen aussieht und am wahrscheinlichsten ist, dass sie so ausgesehen hat.

00:36:40: Und dann wird das dann eben richtig, also aus meiner Sicht, richtig gut dargestellt.

00:36:46: Du hast ja

00:36:46: auch gesehen.

00:36:46: Man konnte den Unterschied eigentlich nicht erkennen.

00:36:48: Und zwar wirklich wie ein hoch aufgelöstes Foto dann.

00:36:50: Es sah einfach aus, dass das Foto besser... aufgenommen worden wäre.

00:36:55: Das Problem ist aber, da werden eben Dinge hinzu erfunden, die nicht auf dem Original drauf waren.

00:37:01: Und sei es nur Pixel.

00:37:01: Und dann ist dann die Frage, sei es nur Pixel oder halt nur Hautunreinheiten oder so, ja.

00:37:06: Und man hört vielleicht, wie pedantisch ich dabei bin, aber wir sind halt, uns ist halt einfach wichtig, dass wir ja, dass wir eben aufrichtig berichten, so, ne.

00:37:16: Und ich hab dann sogar gedacht, ich glaube, wenn jemand diesen Mann ganz genau kennt, und hat dann das originale Bild und dann das andere Bild, was das optimierte Bild, wahrscheinlich hätte er sogar ein paar Unterschiede festgestellt.

00:37:31: Einfach so Form oder hätte gesagt, also so ein bisschen Störgefühl habe ich jetzt gerade, weil das sieht zwar aus wie ein ordentliches Foto und sieht auch irgendwie aus wie er, aber nicht so hundertprozentig wie er.

00:37:39: Es gibt das auch bei manchen von Grund auf KI generierten Fotos, dass man keine Ahnung, man macht irgendeinen Meme mit... Söder und keine Ahnung dem Papst oder so.

00:37:54: und dann man sieht es ist Söder und der Papst aber die sehen nicht so hundertprozentig so aus wie es eigentlich sein sollen.

00:37:59: In dem Fall war das wirklich eine für unsere Augen eigentlich nur eine technisch sehr verbesserte Version.

00:38:05: Aber trotzdem ist es eine ethische Frage ob man das nehmen darf und ich bin jetzt zum vorläufigen Ergebnis kommt nein das nicht zu machen weil man da wirklich was hinzu generieren lässt.

00:38:19: was das ursprüngliche Bildmaterial nicht hergab.

00:38:22: Ich habe es dann mal mit einem anderen Foto probiert.

00:38:25: Und da wurde es dann quasi bestätigt.

00:38:28: Da war jemand zu sehen auf einer Bühne.

00:38:31: Und daneben war etwas abgeschnitten auf dem Foto, so einen Vortrag, so einen Stehpult zu sehen.

00:38:37: Da war eine Schrift drauf zu sehen.

00:38:40: Und die war verschwommen auch.

00:38:42: Der hat man im Original nicht richtig gesehen.

00:38:44: Das ist ein sehr schlechtes Foto.

00:38:45: Der Mann hatte auch die Augen zu und so.

00:38:47: Und dann habe ich es... eben mit dem selben prompt optimieren lassen und dann sah es auch wieder richtig schick aus.

00:38:54: also gestochen scharf wunderbar ansonsten kaum auffälligkeiten aber inhaltlich eben dann schon obwohl ich gesagt hatte keine inhaltlichen änderung.

00:39:01: und zwar der hatte dann die augen offen weil für uns war klar er hat es er wurde einfach schlecht getroffen und für LGBT war wahrscheinlich, der ist wahrscheinlich davon ausgegangen, das ist vielleicht gerade nicht gut aufgenommen worden oder so.

00:39:13: Ja,

00:39:13: ist auch unscharf und ein bisschen

00:39:15: nicht

00:39:15: gut belichtet.

00:39:15: Und dann hat er ja auch, ja, und dann muss man gucken, woher, woher will er denn wissen, welche Augenfarbe der hat zum Beispiel.

00:39:20: Ist das jetzt grün oder braun oder was?

00:39:22: Ja, und Schrift hat er auch nicht richtig identifizieren können.

00:39:24: Ja, die

00:39:24: Schrift, das war ja so eine Mischung aus kirillisch, heberisch und lateinischem Buchstaben.

00:39:29: Ja, und das ist eben das, was man, was dann im Internet dann rumgeist hat, das als negativ Beispiel ist dann AI-Slop, also Schlamperei mit... künstlicher Intelligenz, wo es halt heutzutage, und so geht es mir dann oft, wo heutzutage super viele große, tolle Möglichkeiten gibt, aber die meisten davon hören so bei ninety-fünf Prozent auf und die restlichen fünf Prozent sorgen dafür, dass man es eigentlich nicht verwenden kann, wenn man das aufrichtig nutzt und wenn man Wert auf Qualität legt, sonst beteiligt man sich nämlich an der KI-Schlammerei.

00:40:01: Und du hast das dann am Ende nicht genommen, weil es im Grunde kein Abbild von der Situation war, sondern ein neu erstelltes Bild eines Abbildes sozusagen.

00:40:12: Ja, genau.

00:40:13: Also wenn man das so macht, dann, also ich habe halt das ursprüngliche Foto hochgeladen mit einem textlichen Promt, aber es ist dann quasi für GPD-Technik so, dass das eingegebene Bild wird selbst eben Teil des Promts, weil er sich ja darauf beziehen muss.

00:40:27: Das ist aber nicht so, dass er dann irgendwelche Einstellungen vornimmt aufgrund von... maschinellen lernen wo er denkt das müsste sein also dass er eine tonwerte korrektur macht kontrast hochzieht und helligkeit runter nimmt oder sowas sondern er generiert pixel für pixel von diesem bild neu aufgrund dieser vorlage.

00:40:44: und ich habe dann auch gedacht woher will ich denn eigentlich wissen dass der wirklich so aussieht wenn er so geguckt hätte?

00:40:51: also das ist jetzt alles super spitz finde ich.

00:40:54: aber diese frage ist meiner Meinung nach nicht beantwortet.

00:40:57: auch in den branchen diskussionen was halt Wo man, es geht dann eher darum, gibt's eine KI-Kennzeichnungspflicht.

00:41:04: Also gibt's, wenn man so The Pioneer macht, das zum Beispiel oft, dass da so Karikaturen oder so lustige Situationen gezeichnet werden.

00:41:13: Also Friedrich Merz als Kohlearbeiter oder so, da weiß jeder sofort, das ist kein echtes Foto.

00:41:19: Das ist offensichtlich

00:41:19: erkennbar.

00:41:20: Ja,

00:41:21: genau.

00:41:22: Herr Kohlearbeiter der Macht, keine Ahnung und so was.

00:41:25: Und dann... Das ist dann offensichtlich.

00:41:27: und dann steht er noch dabei, KI generiert.

00:41:30: Aber wie sieht es denn damit aus, wenn man eben nicht so das perfekte Foto hat und will das verbessern.

00:41:36: Und dazu wird dann das Bild quasi nochmal neu generiert, aber unter der Vorgabe, dass es technisch gut war.

00:41:42: Die Frage ist nicht beantwortet.

00:41:43: Es ist ein sehr, sehr, ich sag mal, internes, internes Ding, aber ja, ich finde es, das... ist einfach wichtig, dass man sich um Glaubwürdigkeit bemüht, weil sonst fällt es halt, ja, da gibt es in der Geschichte Journalismus viele Beispiele, wo dann die Leute auch einfach der Lüge überführt wurden, weil man was anders aussehen lassen wollte, als es eigentlich war.

00:42:06: Und wir müssen da, gerade wenn wir in Medienmagazinen sind, müssen wir da mit gutem Beispiel voran gehen.

00:42:11: Und ich würde dann sagen, im Zweifel nehmen wir lieber ein schlechtes Foto als ein manipuliertes Foto, ist nicht richtig, aber als ein... Foto, was nicht die Wirklichkeit eben anbilden.

00:42:25: Zum Schluss ein ganz kurzer Ausblick.

00:42:27: Denkst du KI wird unseren Beruf und kreative Berufe wie eben Fotografen oder Gestalter in Zukunft überflüssig machen?

00:42:36: Also ich beziehe es jetzt mal wirklich auf Fotografen und Gestalter.

00:42:40: Ich glaube also jetzt nicht auf das, was wir jetzt als Text jetzt schreiben und so, das wäre nochmal ein eigenes Thema.

00:42:45: Aber so die Gestaltung, das ist glaube ich noch gar nicht so richtig abzusehen.

00:42:50: Aber weil entgegen allen oder vielen voraussagen, würde ich sagen, dass es schon noch am Anfang eigentlich steht.

00:42:58: Also es gibt halt die Technologie, die wird noch immer besser und schneller und beeindruckender und Wow-Effekt und so was, aber das dann am Ende wirklich die Magazin und zum Beispiel auch ein Print-Magazin, dann wirklich gebaut wird von, also Layout wird von der KI, dass ja, dass so was gibt es teilweise, ja, das ist ja auch nicht schwer dann jetzt zu sagen.

00:43:19: Gerade Zeitungsredakteure müssen ja oft auf Zeile schreiben, also die haben halt einfach begrenzten Platz und müssen aus hundertzwanzig Zeilen, hundertachtzehnt Zeilen machen.

00:43:27: Und dann kann man das heutzutage mit einem Klick machen.

00:43:29: Das ist, das meine ich jetzt nicht, damit es einfach.

00:43:31: Aber man braucht immer noch jemanden, der ein gutes Foto macht.

00:43:36: Man schickt ja keine Drohne dahin und macht dann irgendwie so ein Foto von einem, von einer Gruppe oder so.

00:43:40: Das muss immer noch ein Mensch machen.

00:43:42: das dann zur Grundlage zu nehmen und dann zum Beispiel mit einem Klick das richtig gut aussehen zu lassen, ohne dass da jetzt was verfremdet wird.

00:43:49: Das könnte ich mir dann schon vorstellen.

00:43:50: Also, dass man die Bildbearbeitung so mit Lightroom und so, dass das dann in ein paar Jahren einfach gar nicht mehr Usus ist, nur noch so für so ein Nostalgiker.

00:44:00: Das glaube ich dann schon, ja.

00:44:01: Also, als Werkzeug, als hilfreiches Werkzeug war sozusagen Prozesse optimiert schon, aber nicht, dass die kreativen Köpfe überflüssig machen würde, würde ich so dann sagen.

00:44:10: Ja, also... Im Grunde muss man ja gucken, was kann die eigentlich leisten, die KI?

00:44:16: Also wenn jetzt, ich glaube, alles was mit reinem Handwerk zu tun hat und Klicks und sowas, das kann natürlich auch eine KI.

00:44:24: Also wenn ich Hardcore-User bin von Lightroom und habe Millionen von Bildern schon bearbeitet, dann habe ich ja meine Klicks.

00:44:31: Ich weiß, wie das Bild jetzt aussieht und ich weiß, wie es aussehen sollte.

00:44:34: Und ich weiß auch, was ich dazu machen muss.

00:44:36: Nix anderes ist ja Maschinelles Lernen.

00:44:38: Du hast die Ausgangsbasis.

00:44:41: und dann das Endprodukt.

00:44:44: Und die Maschine vergleicht, dass die Ausgangsbasis und das Endprodukt und versucht zu sagen, okay, wahrscheinlich muss ich das tun, um zu dem Endprodukt zu kommen.

00:44:58: Und dann probiert es das aus und dann hat es ein bisschen geklappt.

00:45:04: Und dann probiert es noch mal aus und dann hat es ein bisschen besser geklappt und dann wird es noch mal aus.

00:45:08: und bis es dann irgendwann so nah dran ist mit, keine Ahnung, tausenden Millionen von Versuchen, bis man dann eben verstanden hat, ah okay, so funktioniert Bildbearbeitung.

00:45:19: Wenn ich zumindest das und das Ergebnis haben will, man kann ja immer noch dann spielen mit, ich will das Bild düster haben oder sowas, aber... Und da würde ich sagen, da wird KI das einfach übernehmen.

00:45:30: Das glaube ich nicht, dass man da jetzt noch eine halbe Stunde da irgendein Bild bearbeitet, dann groß.

00:45:34: Aber es muss halt am Ende, also für den Journalismus ist wichtig, dass man weiß, was da passiert ist und ob das auch getreu ist dem, was man eben vorher hatte.

00:45:44: Das ist jetzt für Marketing und Businesswelt jetzt nicht so wichtig, das ist ja klar.

00:45:51: Aber bei Journalismus auch, was Glaubwürdigkeit angeht, ist das natürlich extrem wichtig.

00:45:56: Und man braucht auch dieses ... Neulich hat jemand gesagt, wir diskutieren darüber, ob was ein KI-Siegel bekommen soll, also eine KI-Hinweis-Kennzeichnung.

00:46:08: Wahrscheinlich wird es in der Zukunft eher so sein, dass man eine menschliche Kennzeichnung hat.

00:46:13: Achtung dieser Content wurde von einem Menschen erstellt.

00:46:16: Ich könnte mir vorstellen, dass es da hingeht und dass das auch die Zukunft von vertrauenswürdigen Medien ist, dass eben klar ist, hier hat ein Mensch das sagen.

00:46:25: Es kann natürlich sein, dass er den Prozess angestoßen hat und auch abgenommen hat, aber er ist am Ende wirklich dafür verantwortlich.

00:46:30: Er hat das gemacht, der Mensch.

00:46:32: Ja, vielen Dank für deine Einschätzung und das würde uns auch sehr interessieren, liebe Hörer, wie ihr dazu steht, ob ihr KI im Journalismus für sinnvoll haltet, ob ihr einer KI-Quelle glaubt, dann gebt uns gerne eure Rückmeldung.

00:46:48: Ihr könnt uns gerne schreiben an dialog.pro-medienmagazin.de.

00:46:51: Wir werden sehr gespannt auf eure Rückmeldung.

00:46:53: Es

00:46:54: kann ja auch sein, dass ihr das alles für verlegende Schwachsinn haltet und denkt, über welchen Blödsinn reden die denn jetzt eigentlich?

00:47:02: Ich meine, es ist manchmal auch so Betriebsblins, könnt ihr natürlich auch gerne schreiben.

00:47:07: Gebt uns auch sonst gerne Rückmeldungen, wenn ihr Inhalte vermisst oder wenn ihr bestimmte Fragen habt zu dem, was wir tun bei Pro.

00:47:13: Und ihr könnt natürlich gerne unseren Podcast abonnieren, dass ihr immer auf dem Laufen bleibt, wenn ein neuer Folge erscheint.

00:47:19: Ihr könnt uns gerne bewerten.

00:47:21: Darüber freuen wir uns.

00:47:22: Und wir freuen uns natürlich, wenn ihr das nächste Mal wieder einschaltet.

00:47:25: Für heute war's das.

00:47:26: Und wir hören uns dann hoffentlich beim nächsten Mal.

00:47:29: Tschüss.

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