Wie objektiv sind Journalisten?

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00:00:09: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zwischen Zettel und Stift.

00:00:13: Wir nehmen euch wieder mit an den Schreibtisch der Pro-Redaktion, heute geht es um ein einziges Wort.

00:00:20: Um ein Wort das immer wieder dann zur Sprache kommt wenn es darum geht was eigentlich guten Journalismus ausmacht.

00:00:28: Und dieses Wort heißt Objektiv, objektiver Journalismus.

00:00:33: Was ist das eigentlich?

00:00:35: und sind wir bei Pro selber objektiv?

00:00:38: Damit verbunden die Frage, können christliche Journalisten eigentlich überhaupt objektive sein.

00:00:43: Und wie sieht es eigentlich in der Bevölkerung aus?

00:00:47: Ist das was wir so jeden Tag lesen und wahrnehmen, ist das objektif bei professionellen Medien?

00:00:54: oder gibt's da eben noch Luft nach oben?

00:00:56: Und es ist eigentlich schlecht subjektiv zu berichten.

00:00:59: Darüber spreche ich Nikolai Franz, ich bin Redaktionsleiter digital bei der Pro mit meinem Kollegen Jonathan Steiner.

00:01:07: Der ist auch Redaktion-Sleiter aber für den Printbereich.

00:01:11: über genau dieses Thema spreche Ich mit ihm.

00:01:13: und hallo Jonathan schön dass du wie jeden Tag bei uns bist

00:01:18: Hallo Nicko.

00:01:20: Also objektiver Journalismus, das ist ja eigentlich das was wir immer so hören auch wenn wir mit Lesern in Kontakt sind.

00:01:24: Dass Leute sich das wünschen dass man auch sagt früher war das besser, früher war es objektive.

00:01:31: Deswegen mal direkt die kollegiale Frage lieber Jonathan bist du eigentlich ein objektiva Journalist?

00:01:40: Das ist eine gemeine Frage.

00:01:42: also ich versuche es da wo's nötig ist.

00:01:47: also das muss ich bisschen erklären Denn die Frage ist am Grunde, was ist genau eigentlich objektiv?

00:01:54: und Objektivität ist natürlich ein Anspruch den Journalisten haben.

00:02:00: Und haben sollten und denen sie mal anstreben sollen.

00:02:03: und dabei geht es darum dass man also möglichst einen Thema von möglichst vielen verschiedenen Seiten beleuchtet und sich nicht gemein macht mit einer Position vor allem wenn es um nachrichtliche Berichterstattung geht dass man nicht Partei ergreift für eine Seite in der Berichterstattung und sozusagen direkt oder indirekt deutlich macht, das sind die, die bis zu mehr Recht haben als die anderen.

00:02:25: Oder dass man bewusst eine bestimmte Thematik, sagen wir mal pushen will durch die Berichterstattung oder eine politische Meinung referiert und das auch deutlich macht in seinen Beiträgen.

00:02:38: Das wäre halt nicht objektiv, sondern objektive würde dann bedeuten... Gehe an jedes Thema mit der gleichen Distanz ran und unterstelle erstmal, dass alles gleich richtig ist.

00:02:51: Und meine Aufgabe ist es die Menschen darüber zu informieren was Leute gesagt haben, was Leute getan haben und wie sich etwas zugetragen hat.

00:02:59: Da muss ich erst mal überhaupt nichts bewerten.

00:03:01: das wäre objektiv.

00:03:04: Wenn du mich jetzt fragst ob ich ein objektiver Journalist bin dann würde ich sagen ja ich versuche so gut ich das kann in mein nachrichtlichen Beiträgen objektiv zu sein, nämlich genauso vorzugehen und nicht schon von vornherein eine Bewertung mitzutransportieren.

00:03:20: Dann gibt es aber natürlich Beiträge wo man auch subjektiv sein darf oder sogar sein muss.

00:03:27: das ist zum Beispiel wenn man einen Kommentar schreibt dass es völlig klar da geht es ja darum die eigene Meinung die eigene Bewertungen festzuhalten.

00:03:35: Das ist dann aber auch als kommentare kennzeichnet Und dann weiß der Leser auch okay das ist eine Meinung.

00:03:41: Dass da wird mir nicht irgendwas als Meinung untergejubelt, was als Nachricht verkauft wird.

00:03:47: Und ich glaube diese Spannung dass die Meinungen aus der Nachricht raus gehalten werden muss das ist etwas was Journalisten schaffen müssen und was sie aushalten müssen auch wenn man vielleicht selbst eine meinung zum thema hat die dann nicht beeinflussen zu lassen in die nachricht und Das versuche so gut es geht das ist was was manchmal auch vielleicht nicht immer so funktioniert oder gelingt, wie man das sich selbst vorgenommen hat.

00:04:13: Und dann ist es auch bedauertlich.

00:04:15: aber man kann sich dem nur annähern denn letztendlich so ganz absolute Objektivität gibt's im Grunde eigentlich nicht weil dass er schon da losgeht wie ich Informationen an Orten in einem Beitrag oder wie viel Platz ich Informationen in einen Beitrag gebe.

00:04:32: also wenn ich jetzt beispielsweise über die politischen Parteien schreibe Vorne Wahl Muss ich da jetzt z.B.

00:04:39: zählen wie viel Buchstaben oder Wörter welcher Partei zugeordnet werden soll jede gleichvieh kriegen soll jede partei gleich viel Buchstaaten kriegen, wie sie Sitze im Parlament hat oder so.

00:04:50: also selbst bei so Auswahlprozessen sozusagen die Journalisten ja auch machen kann man sozusagen schon nicht objektiv sein weil man gezwungen ist irgendwie festzulegen wieviel oder wie viele Platzmann ein Thema gibt und dann wird mal automatisch schon nicht völlig objektiv berichten können.

00:05:10: Ich finde ja, bevor ich es vergesse muss ich noch unbedingt darauf hinweisen dass jonathan du ja in der pro eins zwei tausend sechsten zwanzig also unserem in unserem gedruckten magazine über dieses thema geschrieben hast und wo das einfach nochmal ein bisschen vertieft wird und das würde ich euch allen wirklich wärmstens ans herz legen das zu lesen.

00:05:33: wenn ihr noch keine abonnenten der pro seit dann würde ich euch empfehlen, die Pro zu abonnieren.

00:05:39: Die ist kostenfrei und kommt sechsmal jährlich in euren Briefkasten Und ihr könnt sie bestellen unter pro-medienmagazin.de slash Bestellung.

00:05:51: Da könnt ihr einfach euer Namen eintragen und ihr bekommt die Pro sechsmaljährlich zugestellt und es ist auch jederzeit abgestellbar.

00:06:00: Es kommen keine Kosten auf euch zu denn wir sind nämlich spenden finanziert.

00:06:04: Wenn ich mit Spendern aber auch mit anderen Lesern spreche, dann bekomme ich das immer ganz häufig gesagt.

00:06:11: Das was du sagst Kommentar ist okay.

00:06:15: Das ist dann subjektiv und der Rest Nachricht muss eben objektiv sein dass genau das viele Leute stört.

00:06:21: das gesagt dass viele sagen Ich habe überhaupt kein Problem mit Kommentaren mit Meinungsbeiträgen natürlich das wissen wir dann auch freuen sich dann natürlich Mediennutzer, wenn dann ihre eigene Meinung auch vorkommt und in einem Kommentar dann vertreten wird.

00:06:36: Aber sie haben vor allem ein Problem, wenn etwas was objektiv sein sollte den Eindruck erweckt das es nicht objektive ist sondern dass es subjektives.

00:06:49: ich finde noch was mich immer hilft ist die Ethymologie.

00:06:54: also wo kommt ein Wort eigentlich her?

00:06:56: Und da kann man bei objektiv und subjektiv sehr weit zurückgehen zu irgendwelchen lateinischen Verben, die dann so vorwerfen und unterwerfen heißt oder so.

00:07:03: Vielleicht muss man nicht ganz soweit zurück gehen sondern wir erinnern uns an unseren deutschen Unterricht.

00:07:07: Da gibt es ja im Satz das Objekt und auch ein Subjekt und Das Objekt ist dass mit dem etwas geschieht was man Mit dem etwas gemacht wird und das Subjekt ist das was etwas macht.

00:07:22: also das ist der Handelnde.

00:07:25: Und wenn ich jetzt einen Sachverhalt einfach nur darstellen will, wie er ist und zwar egal ob ich das jetzt bin als Nico oder als Jonathan.

00:07:33: Dann versuche ich das natürlich objektiv zu machen.

00:07:36: aber wenn ich versuche meine eigene Sicht reinzubringen dann ist es quasi wieder Subjekt im Satz.

00:07:42: Dann bin ich auch ein Stück weit der Handelnde.

00:07:45: Das hilft mir ganz gut immer zu unterscheiden.

00:07:47: also wenn ich an den Thema rangehe wie sehr will ich mich eigentlich selber hier reinbringen in meiner eigenen Sichtweise?

00:07:54: Da hast du ja genannt, auf der einen Seite Kommentar.

00:07:57: Auf der anderen Seite eine Nachrichtenmeldung und ich glaube bei den meisten Mediennutzern war es das dann auch schon mit den Darstellungsformen aber es gibt ja noch viele andere dazwischen Interview Portrait Reportage Essay Feature des meistens sieht man Ja oder Magazinbeitrag oder so kannst Du vielleicht ein paar Takte dazu sagen in welchen Abstufungen das eben auch vorkommt.

00:08:25: Also kannst du zum Beispiel eine Reportage, wo ich hingefahren bin um mir was anzuschauen und meine Beobachtung aufzuschreiben muss die objektiv sein oder darf die komplett subjektiv seien?

00:08:40: Ja es gibt natürlich Darstellungsformen wo das Subjektive auch eine Rolle spielt oder sogar direkt dazugehört und da ist nicht nur der Kommentar wo die Meinung natürlich ganz im Zentrum steht.

00:08:54: Aber genauso hast du das auch bei einer Reportage.

00:08:56: zum Beispiel, also meine Reportage beschreibt ja im Grunde der Journalist was er gesehen unterlebt hat und ich habe in Seminaren gelernt bei der Reportage muss man Kino im Kopf erzeugen und man ist.

00:09:10: sozusagen führt den Leser das Auge und die Nase und das Ohr vielleicht sogar der Mund weil der Leser diese Situation nicht selbst erleben konnte.

00:09:20: aber der Journaliste war da Dabei vor Ort oder hat sich zumindest berichten lassen von einer zuverlässigen authentischen Quelle, die dabei war und erzählt das dann.

00:09:30: Und insofern spielt sozusagen die Wahrnehmung des Journalisten für eine Reportage eine ganz entscheidende Rolle auch.

00:09:39: Das ist natürlich subjektiv gefärbt.

00:09:41: Das gehört aber hier zu dieser Darstellungsform dazu.

00:09:45: Auch hier ist natürlich die Frage wie wähle ich aus?

00:09:48: Welche Informationen habe ich wahrgenommen?

00:09:52: Einfließen und welche ich wegklasse?

00:09:53: das ist ja im Grunde bei jeder Recherche so dass sich viel mehr Informationen zur Verfügung habe in der Regel als letztendlich Platz haben in den Text rein zu kommen.

00:10:03: Das was ich vor meinte man muss halt dann irgendwie aus dem ganzen sachen die man recherchiert hat ja auch filtern, das zum text bringen hat aber zb nur zwei seiten platz oder fünf tausend zeichen eine online meldung.

00:10:15: also man ist begrenzt man kann nicht alles aufschreiben um es Gewichten und allein durch diese Gewichtung und die Anordnung der Informationen kann das ja schon in eine bestimmte Richtung gehen, bewusst oder unbewusst.

00:10:27: Das muss man sich einfach bewusst machen.

00:10:29: deshalb meine ich vorhin auch Ich versuche mich so gut wie es geht an diesem Ideal zu orientieren Und ganz hundertprozentig wird man aber nicht objektiv sein können weil durch solche Begrenzungen und Zwänge man sozusagen automatisch schon nicht immer komplett objektif sein kann.

00:10:48: noch mehr hilft das zu fassen was damit gemeint.

00:10:51: ist es so dass thema so ausgewogen hat?

00:10:53: also kommen eigentlich verschiedene perspektiven rüber oder nehme ich nur eine einzelne perspektive ein?

00:10:59: in dem text kriege ich einen ein bild mit möglichst verschiedenen details und ein bild wo ich genug kontext habe um ihren urteil selber bilden zu können.

00:11:12: oder ist das ganz verengt auf einem einzelnen kleinen ausschnitt sozusagen und ist das ganze dann wahrheitsgetreu, dass es auch was?

00:11:21: also mit Ausgewogenheit und Wahrhaftigkeit würde ich mich dem Begriff Objektivität vielleicht am ehesten nähern um zu verstehen was damit gemeint ist.

00:11:30: Wir haben das auch bei Interviews zum Beispiel das natürlich auch in gewisser Weise subjektiv weil Ich als Journalist die Fragen stelle und als Journalisten führe ich das Gespräch.

00:11:40: Insofern bestimme ich ja mit meiner Fragestellung auch in welche Richtung das Gespräisch geht Zu was fragen?

00:11:48: ich kann aber die frage auch gerade nicht stellen zu dem thema, was er vielleicht gerne vor sich geben würde.

00:11:53: Manche haben ja auch so eine also manche interviewpartner.

00:11:57: haben wir dann so ne agenda die sie gern damit der Medienöffentlichkeit mitgeben wollen und warten sozusagen nur auf die Frage damit sie das was ihnen wichtig ist auch sagen können.

00:12:07: Aber es heißt nicht dass ich diese frage dann auch stelle oder dass ich so stelle dass er seine Botschaft los werden kann.

00:12:14: Das heißt als fragender Journalist Bin ich natürlich subjektiv der Gesprächsführer.

00:12:19: Insofern hat auch ein Interview was Subjektives und gleichzeitig auch was Subjectives von dem Gesprächspartner, also da treffen wir im Grunde zwei subjektive Akteure aufeinander.

00:12:29: Ja gerade beim Thema Interview finde ich ja auch gut dass das anspricht.

00:12:32: Da ist es für mich auch immer wichtig, dass man als Fragesteller eben versucht eben grad nicht ob nicht subjektif zu sein.

00:12:41: Also dass man jetzt sagt Ich als Nikolai Franz interview jetzt jemanden Und das wird so eine Art Diskussion, die ich mit ihm führe.

00:12:49: Die ich voll mit meinem Namen eben und meiner Persönlichkeit meinen politischen Ansichten mit ihm führe sondern mich versucht dann auch immer Anwalt des Publikums zu sein in dem Sinne dass sich auf Fragen stelle oder den mein Gesprächspartner mit Kritik oder mit Dingen konfrontiere die ich selber gar nicht so sehe.

00:13:08: also wenn ich jetzt komplett subjektiv machen würde würde ich es einfach ausblenden und sagen ja stimmt oder so oder ist alles quatsch was sie sagen aus dem und dem Grund

00:13:15: oder weiß ich alles schon.

00:13:18: Ja, genau, das haben sie mir nicht zu erzählen und da hab' ich... Das versuche ich tatsächlich immer so machen.

00:13:24: was dann oft aber dabei verstanden wird habe ich den Eindruck dass es dann tatsächlich meine Meinung ist.

00:13:32: wenn ich jetzt sage Aber es gibt ja auch Stimmen die sagen das und das also so versuch's dann oft zu formulieren.

00:13:40: Und manchmal kann man auch sagen aber das sind das ist doch auch so und so Ist das gar nicht meine Meinung, aber es steht dann am Ende im Interview und man könnte der Meinung sein.

00:13:50: Das ist eben meine meinung ist.

00:13:51: aber ich mir ist es immer wichtig dass Ich diese vorwürfe die im raum sind oder kritische fragen oder rückfragen also dass man hier einfach stellt.

00:13:59: Selbst wenn man die selber als journalist durch drungen hat und das ist eigentlich der versuch objektiv zu sein Und nicht rein subjektiv to sein also mitzudenken dass es andere perspektiven gibt.

00:14:11: Und das gehört dann auch einfach dazu bei.

00:14:15: Und ich merke, dass es auch für die Gesprächspartner immer ganz wichtig ist.

00:14:19: Wenn man den vorher mal sagt, ich stelle ihnen auch kritische Fragen das heißt nicht unbedingt, dass das meine eigene Meinung ist aber ich finde es wichtig sie zu stellen damit Sie die Möglichkeit haben dazu Stellung zu nehmen weil diese fragen stehen dann einfach im Raum und dann sagen wir mal ja klar bis mehr wir sind ja Medienprofis und so wenn man's mal nicht macht dann merkt man wie... Wie eingekratzt die dann manchmal durchsehen?

00:14:41: Die Gespräche warten.

00:14:43: also.

00:14:43: die Leute, die wir interviewen finde ich ganz interessant.

00:14:46: Ich habe gedacht wir gucken vielleicht mal auch in die Zahlen.

00:14:49: wie sehen eigentlich die Deutschen das laut Studien oder laut Umfragen mit dem Thema objektiver Journalismus wenn man da mal schaut in die Forschung es gibt soweit ich das jetzt gesehen hab ihr könnt mich gerne korrigieren aber ich habe zumindest nichts gefunden zum thema.

00:15:08: wie objektiv sind eigentlich die Medien aus Sicht der Deutschen oder wie subjektiv.

00:15:13: Es geht dann aber eher um das Frage, um die Frage der Glaubwürdigkeit und da gibt es viele Behebungen dazu auch Aktuellere Denn ob in den zumindest bei den Gesprächen die ich führe schwingt auch immer mit wenn's um Objektive Journalismus geht können wir dem eigentlich glauben.

00:15:31: Wenn da Objektiver Journalismus erwartet wird bekomme ich dass dann auch Kann ich dann vertrauen in das was die Medien sagen.

00:15:39: und da kann man zum Beispiel von den Landes von den Medien anstalten.

00:15:43: Da gibt's einen eine ein Info monitor zweitausendfünfundzwanzig, kann man auch im Netz sich ansägen gibt es als PDF?

00:15:52: Von den Medienanstalten geht das um das allgemeine Medienvertrauen.

00:15:56: unter ist so dass eine Mehrheit von sechzig Prozent den etablierten Medien Vertrauen.

00:16:02: also da ist jetzt nicht Social Media und Alternative Medien drin sondern die etablierten Medien, das sind so Fragen wie wenn es um wirklich wichtige Dinge geht kann man den Medien vertrauen?

00:16:12: alles in allem kann man dem Medien vertrauen.

00:16:14: Man kann sich auf die Medien verlassen und wenn man da so ein Mittelwert bildet dann kommt da gut sechzig Prozent raus.

00:16:21: Und es gibt aber eben auch einen Drittel also ungefähr dreintaßig Prozent die sagen man kann die Medien entweder gar nicht trauen oder eher weniger.

00:16:31: der Rest ist etwas ist unentschlossen.

00:16:35: Das ist dann doch schon eine Menge, finde ich.

00:16:37: Wenn ein Drittel ne ganz grundsätzliches Skepsis haben in Medien... Auf der anderen Seite wenn man sich so die Diskussion im Netz anschaut, dann könnte man auch meinen, dass mit den Medien Skepsises deutlich höher ausgeprägt oder Jonathan?

00:16:54: Ja das geht mir ja auch manchmal so.

00:16:56: es gibt verschiedene Studien, die ungefähr zu diesen Werten kommen und unterscheidet sich mal ein bisschen nach oben oder ein bisschen da unten.

00:17:01: aber Das Grund, Medienvertrauen ist noch relativ stabil bei ungefähr vielleicht so zwei Drittel der Bevölkerung würde ich mal schätzen.

00:17:12: So von den Zahlen die ich jetzt zuletzt im Kopf habe und dann bin ich überrascht dass es immerhin noch so viele sind weil sage ich mir die Kritik an Medien ja doch immer sehr laut ist und gerade in sozialen Medien auch sehr sehr scharf artikuliert wird.

00:17:26: aber es zeigt sich das auch gerade der viel gescheutene öffentlich-rechtliche Rundfunk eigentlich ein relativ hohes Vertrauen genießt, auch im Vergleich zum Beispiel zu den Zeitungen.

00:17:39: Und das scheint so bisschen Widerspruch zu sein.

00:17:42: aber trotzdem ist der Wert natürlich von dreißig Prozent immerhin zumindest nur teilweise.

00:17:47: dem Medienvertrauen ist natürlich trotzdem relativ hoch da sehr immer noch jeder Dritte und dass es an sich dann schon bedenklich zumal ich glaube die werte des Vertrauens auf lange Sicht wahrscheinlich nicht traurig steigen werden, sondern vielleicht eher nach unten geben.

00:18:06: So wie die aktuelle Tenen so ist und das ist natürlich ein Problem.

00:18:12: Interessanterweise sind wir aufgeschlüsselt nach Alter.

00:18:16: unter anderem Alter und auch Parteimitglied schafft verrückter Weise was ich nicht so gedacht hätte es in der jüngsten befragten Gruppe vierzehn bis neunzwanzig da ist die höchste das höchste Vertrauen in die Medien ausgeprägt, dreiundsebzig Prozent.

00:18:31: Das Geringste im Alter fünfvierzig bis neunfünfzig.

00:18:35: Da ist es mit sechsundfünftig Prozent der Wenigsten ausgeprägte.

00:18:38: Bei den Parteien ist grundsätzlich deutlich über sechzig Ausnahme AfD sechzehn Prozent mit dem Vertrauen also da wirklich eine politische Grenze und über die Alterskohorten hindurch Ähnlich stark ausgeprägt, das ist dann vor allen Dingen das politische was einen anderen trennt.

00:18:57: Und da ist ja auch die frage kannst du dir erst erklären dass gerade wenn man eher zur afd tendiert?

00:19:03: Da hat das medienvertrauen wenig ausgeprägte stuff.

00:19:06: jetzt kann ich nicht überraschen dass es so ist.

00:19:08: aber was siehst du als gründ dafür?

00:19:11: Ich schätze mal dass da sehr viele verschiedene Gründe gibt.

00:19:14: zwei grund Die dem jetzt am plausibelsten oder die mir vielleicht auch am stärksten erscheinen ist zum ein, dass ich denke das Menschen die AfD wählen ja eine bestimmte Sicht auf die Gesellschaft haben.

00:19:31: Auch gerade das Thema Migration ist ja da ein sehr wichtiges Thema für diese Menschen wo Migrationen auch sehr kritisch gesehen wird.

00:19:39: und dann sehen wir durchaus in den Medien, dass solche Positionen weniger vorkommen oder zumindest kritischer gesehen und diskutiert werden in vielen Medien, weil man generell eher so eine Distanz vielleicht zu rechteren Position hat.

00:19:56: Und Journalisten da vielleicht dann eben nicht ganz objektiv sind in ihrer Gewichtung von Positionen und Meinungen.

00:20:03: Da kann ich mir gut vorstellen dass Menschen die der AfD zusprechen ihre Position in den Medien nicht so stark wiederfinden Und deshalb auch sagen, wenn ich in den Medien nicht zu vorkomme oder meine Ansichten und das was mir wichtig ist in der Medien nicht so vorkommt.

00:20:20: Warum soll ich die noch nutzen?

00:20:22: Oder dann hat man vielleicht auch noch eher das Gefühl dass man von Medien irgendwie bevormundet wird oder dass einem irgendwas die Welt aus einen bestimmten Blickwinkel erklärt wird und der eigene kommt da halt nicht vor wird einem das Gefühl vermittelt was du denkst ist irgendwie daneben und passt nicht so richtig.

00:20:43: überlegt noch mal ob du vielleicht anders denken soll oder so.

00:20:47: ich will jetzt überhaupt nicht sagen ob das so ob diese wahrnehmung der realität entspricht.

00:20:51: da müsste man jetzt genau die medien sich nochmal anschauen und welche bericht es geht und was sie überhaupt für medien nutzen.

00:20:56: aber dass glaube ich so eine war nehmung die wahrscheinlich viele menschen haben.

00:21:01: Und das zweite ist, dass viele medien glaube ich einfach so als teil des sogenannten Systems wahrgenommen werden.

00:21:09: Also die etablierten Medienzeitungsverlage, öffentlich-rechtliche Medien, Lokalpresse also das was man so eben als historisch gewachsene Pressellandschaft und Medienlandschaften Deutschland bezeichnen kann.

00:21:22: Nehmt glaube ich vieles so als das System war oder Teil des Systems sowie eben auch die demokratischen Parteien in den Parlamenten Und die AfD versucht ja da ein Gegenpol zu bilden, zu den sogenannten Systemparteien und deshalb ist glaube ich da schon mal Natur gegeben so eine Distanz dann da war.

00:21:42: man sagt das sind die mit denen wir eigentlich nichts zu tun haben wollen.

00:21:46: Man sieht es ja auch an anderen Fragen dass Menschen die AfD wählen doch sehr anders auf die Welt gucken und auch die Probleme ganz anders wahrnehmen als Wähler von anderen Parteien.

00:21:58: also da ist durchaus relativ große Unterschied ... in den Bevölkerungsteilen da.

00:22:04: Ja, interessanterweise ist auch der Umkehrschluss... ...der wurde auch untersucht im Infomonitor-Zweißen-Zwanzig und da wurden durch so ein paar Fragen festgestellt,... ...gibt es eigentlich auch eine Art Medienzynismus,... ...also dass so Aussagen wie die von den Medien werden wir systematisch belogen,... ...was ja schon noch mal was anderes ist als wir werden... Nicht objektiv informiert oder so, mein Vertrauen ist nicht so.

00:22:33: Also systematisch belogen und solche Themen.

00:22:37: die Medien sind ein Spracher der mächtigen.

00:22:39: die Medien schreiben einem vor was man denken soll Und da es auch wieder auffällig bei den jungen Leuten am wenigsten ausgeprägt nur sechzehn Prozent halten diesen haben diesen medienzynismus.

00:22:52: Die anderen Gruppen sind so zwischen achtundzwanzig und vierunddreißig Prozent.

00:22:57: Und auch wieder da nach Parteilneigung, der mit Abstand größte Unterschied bei der AfD.

00:23:02: Bei AfD Tendierenden sind das Vieren Achtzig Prozent die einen sogenannten Medienzynnis muss vertreten.

00:23:10: also dass die Medien anstrichen quasi ein Spracher oder mächtigen sind.

00:23:15: Das ist ja auch dieses typische Populismus Ding wir gegen die Die Eliten gegen das Volk die Nicht vorkommen die klein gehalten werden und das würde auch ein bisschen dazu passen was du sagst wenn man da selber sich nicht repräsentiert fühlt oder.

00:23:31: Oder so dann kommt man eben, dann entwickelt man auch dieses Gefühl.

00:23:34: die frage ist nur wer ist an der folg?

00:23:36: Und wer sind die eliten denn?

00:23:37: die anderen eben zum großen teil mit einverstanden sind?

00:23:42: aber damit jetzt hier nicht der eindruck entsteht wir sind alle Wir beide finden das alles toll, was die Kollegen in anderen Laktionen machen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und so.

00:23:52: Natürlich gibt es ja auch wirklich heftige Negativbeispiele, die das Vertrauen in Medien eben auch gerade öffentlich- rechtliche Medien ja erheblich untergraben.

00:24:03: wir haben neulich einen Fall gehabt wo ein Bericht aus den USA bei dem ZDF gesendet wurde mit einem KI generierten Video direkt erkennt war, als KI generiert.

00:24:18: Nämlich mit der OpenAI Software Sora da war noch ein Wasserzeichen zu sehen.

00:24:22: Hat einen ziemlichen Skandal gegeben.

00:24:24: auch intern haben sich dann gefragt wie geht das eigentlich?

00:24:27: Können wir hier KI benutzen und so?

00:24:29: aber?

00:24:30: Und machen wir das vor allen Dingen um unser eigenes Narrativ zu befördern weil wir nämlich die Geschichte im Kopf haben und dann subjektiv auf die Dinge ran gehen oder... Oder wie ist das?

00:24:40: und dass sehe ich dann auch wirklich kritisch?

00:24:43: das Vertrauen in die Medien leidet auch gerade in öffentlich-rechtliche, die ja noch mal eine ganz andere Messlatte haben.

00:24:51: Aber bevor wir diese Negativbeispiele nochmal näher beleuchten wollte ich aber fragen was gibt es denn eigentlich für positiv Beispiele?

00:24:59: Für objektiven Journalismus der und wir haben jetzt ja gelernt es geht ja darum objektiv dazu sein wo die Form ist auch fordert dass man objektive ist.

00:25:10: zum Beispiel bei einer Nachrichtenmeldung Wenn man berichtet, was ist eigentlich geschehen.

00:25:16: Hast du da positiv Beispiele?

00:25:19: Also da könnte ich wahrscheinlich jetzt sehr viel nennen... ...was jetzt wahrscheinlich wenigen hilft!

00:25:25: Ich glaube ganz viele journalistische Beiträge sind wirklich vorbildlich und sind handwerklich einfach gut gemacht.

00:25:33: Und ich würde auch sagen der ganz große Teil von Tagesschauend heute beiträgen und von dem, was wir in einer Zeitung lesen, ist wirklich einfach guter Journalismus.

00:25:42: Ich denke, wir müssen einfach gucken was sind die Kriterien?

00:25:46: Dafür ist das ausgewogen.

00:25:48: Ist es sachlich?

00:25:49: wird hier wahrhaftig und wahrheitsgetreu berichtet?

00:25:53: oder wird hier irgendwo eine Perspektive aufgemacht, die da nicht hingehört oder die einseitig ist und wo nur eine Perspective zu Wort kommt?

00:26:02: Und ich glaube wenn wir ehrlich sind und sage mal auch den negativen Vorurteilen der wirklichen Übermedien haben die sich ja zum teil auch wirklich aus wie du sagst das aus kritikwürdigen fehlern auch speisen, aber wenn wir ehrlich sind und das auch mal zurückstellen dann haben wir ganz viel guten journalismus der auf jeden fall vertrauenswürdig ist.

00:26:24: Und die frage ist ja bekomme ich woanders was besseres?

00:26:28: und wenn man die fragen ehrlich beantworten dann da muss man eigentlich sagen objektive objektives journalistes gibt es auch in so genannten zb alternativen medien nicht also dass genauso subjektiv geprägt, wo vielleicht eine bestimmte Haltung dahinter steckt oder auch eine bestimmten inhaltliche Zielrichtung.

00:26:47: Das ist ja nicht objektiver nur weil das Medium einen anderen Namen hat oder weil das medium irgendwie eine andere Blattlinie hat oder so.

00:26:54: Ich glaube dass es einfach ein Phänomen was man generell im Journalismus findet, dass man diesen Anspruch nicht vollständig einlösen kann und wir sehen das ja auch zum Beispiel in den Tageszeitungen, sagen wir die überregionalen Tageszeitung.

00:27:10: Die sind im Grunde bekannt dafür dass sie für eine bestimmte Blattlinie stehen.

00:27:16: also das heißt so ein bestimmtes Weltsicht auf die Gesellschaft ist dort ein bisschen stärker präsent als einen anderen.

00:27:23: Die Welt zum Beispiel aus dem Springer Verlag ist tendenziell eher etwas konservativer als zb die Süddeutsche Zeitung Und trotzdem können die Beiträge sauber recherchiert und gut aufbereit sein, ohne dass ich jetzt in dem einzelnen Beitrag eine Tendenz finde.

00:27:39: Das hat ja was dann auch mit der Gesamtzusammenstellung der Magazin und der Hefte zu tun.

00:27:43: welche Themen greifig auf und aus welcher Perspektive greife ich die auf?

00:27:48: Ich glaube wenn man sich das bewusst macht Dann finden wir ganz viel guten Journalismus.

00:27:54: Ja das waren so ein paar Beispiele für positivem Journalismus oder das auf jeden Fall findet.

00:28:01: Wir sind ja als christliches Medienmagazin pro, bei uns geht es um viele Themen, um Politikgesellschaft und so weiter aber eben auch um Medien und dann besonders dann wenn's um Christen auch in den Medien geht.

00:28:14: natürlich haben wir da nochmal einen besonderen Blick darauf auf diese Themen und es gibt ja eine letzten Zeit wirklich viele Berichte über einfach genikale freikirchliche charismatische phingsterische Christen, sowohl in den USA als auch in Deutschland.

00:28:31: Viele Reportagen und so weiter.

00:28:34: Auch Printartikel wo wir dann auch manchmal sagen na also das ist jetzt aber wirklich nicht mehr objektiv Und da wird auch nicht der Eindruck erweckt man versucht jetzt wirklich die beiden Seiten angemessen zu Wort kommen zu lassen und dass eben auf Pauschalurteile zu verzichten und nicht einseitig zu sein sondern im Gegenteil Sehen wir dann schon deutliche Probleme.

00:28:58: Hast du denn ein paar Beispiele vielleicht oder einen Beispiel für eine negative Richterstattung, wo es darum geht?

00:29:06: Man sollte eigentlich einigermaßen objektiv sein was dann aber doch nicht?

00:29:11: Ja so mir ist das gerade ein Beispiel vor Augen weil ich dass selbst auch für uns aufbereitet habe für unsere Berichterstattungen und darüber geschrieben habe Das war mal ein Beitrag von Monitor vom ZDF Was ein investigatives Format ist.

00:29:24: das heißt in so einem Format gehen die Reporter dann hin und suchen oder greifen sich ein Problem, einen Missstand heraus.

00:29:33: Und versuchen das zu beleuchten und zu erklären wo ist genau das Problem?

00:29:37: Warum ist das problematisch?

00:29:41: Da gab es einen Beitrag über... Ich habe jetzt den genauen Namen vergessen!

00:29:47: Es ging um vermeintlich gefährliche Influencer, so habe ich dann mein Beitrag darüber überschrieben.

00:29:53: Die vermeintlichen gefährlichen Reich Gottesinfluencer und da ging es um Christen...

00:30:01: Christfluencer zwischen Glauben und Extremrechten oder sowas.

00:30:07: christliche Influence mit rechter Agenda?

00:30:10: So ja genau!

00:30:12: Und da ging's sozusagen um Influenza.

00:30:15: Und wie sie sich auch politisch positionieren, also den Christen die ihren Glauben in den sozialen Medien mit Position in Verbindung bringen.

00:30:24: Wo sage ich mal rechte Parteien wie die AfD anschließen oder wo auch ganz bewussten Nähe gesucht wird zu diesen Parteien von den Influencern?

00:30:33: und wenn man sich dem Beitrag anschaut dann sieht man aber sehr viele verschiedene Akteure dazu Wort kommen Die dann alle denen allen unterstellt wurde irgendwie zu einem Netzwerk zugehören.

00:30:46: Aber es wurde im Grunde nicht genau klar, wo jetzt das Problematische bei ihnen ist außer dass die irgendwie einem Netzwerk zugeordnet wurden von dem die gar nicht wussten, dass sie dazu gehören.

00:30:56: Das ist sage ich mal ein dieses Netzwerk, das ist ein theoretisches Konzept was dann in Theologien entwickelt hatte und gesagt hat ja da gehören die alle dazu.

00:31:05: Und dieser Beitrag arbeitete halt sehr viel mit Unterstellungen Mit Andeutungen.

00:31:12: Die Leute kamen zwar auch zu Wort Aber im Grunde hat er nicht für Klarheit gesorgt und am Ende wusste man eigentlich überhaupt nicht genau, was ist jetzt das Problematische?

00:31:20: Welche problematischen Positionen haben die denn?

00:31:24: Dann kommt zum Beispiel ein Sektenexperte zu Wort und sagt ja also es ist z.B.

00:31:29: nicht schlimm wenn man eine konservative Position hat.

00:31:32: Also warum soll das auch schlimm sein?

00:31:34: Problematisch wird es dann, wenn man das für die absolute Meinung hält Und wenn man nicht mehr im Diskurs ist miteinander und das sozusagen als allein gültig darstellt.

00:31:46: Damit hat er für sich genommen natürlich recht, aber der Beitrag hat überhaupt nicht klar gemacht auf wen diese Beschreibung zutrifft also ob die Beschreibungen überhaupt auf jemanden von den Protagonisten zutriff oder wie weit sie da noch entfernt sind und wie gefährlich das jetzt am Ende wirklich ist.

00:32:03: Insofern durch die Art und Weise wie das auch geschnitten und erzählt ist denkt man oh dass es alles ganz gefährlich.

00:32:09: die ganzen christlichen Influencer wollen uns alle in die rechte Ecke führen Aber er hat überhaupt keine Belege dafür geliefert.

00:32:16: Und so war es natürlich dann.

00:32:17: kein guter Journalismus, das ist dann nicht objektiv sondern da merkt man der Beitrag soll in eine bestimmte Richtung gehen und man versucht ihn dann so zusammenzubauen dass die einzelnen Puzzleteile irgendwie dahin führen.

00:32:30: aber wenn das nicht gut belegt ist und wenn die Schnitte so sind dass sie eigentlich eher in die Irre führen oder dass es Dinge nahe legt die aber mehr behaupten als belegen dann ist das natürlich nicht sauber.

00:32:44: Ja, es kann auch übrigens sein nur an die Hörer, dass ich gerade den falschen Titel genannt habe.

00:32:49: Es ist nämlich so viele Beiträge in den letzten Monaten erschienen über Christfluencer also Christen auf Social Media, die dann irgendwie rechts sind.

00:32:57: und näher zur AfD und Amerika.

00:32:59: und da gab's diesen Begriff KING der so K-I-N-C geschrieben, der so Netzwerke belegen soll.

00:33:12: Genau, das war der Beitrag von dem ich sprach und jetzt muss ich mich korrigieren.

00:33:15: Der war nicht vom Monitor sondern von Frontal.

00:33:17: Monitor hat wenig später einen ähnlichen Beitrag gemacht.

00:33:21: Deshalb habe ich das jetzt verwechselt haben.

00:33:22: Kingdom-Minded Network Curscianities oder so ein von einer Forscherin so genannt worden auch wenn die Leute gar nicht wissen dass sie zu diesem Netzwerk gehören weil es nämlich bei man sich ja weil das eben auch ein Grundstrukt quasi ist.

00:33:37: auf jeden Fall Was ich da immer wieder interessant finde, ist dass die einzelnen Redaktionen voneinander komplett abschreiben oder abfilmen.

00:33:47: Es werden immer wieder dieselben Schichten erzählt und man hat es dann als Redakteur einer Investigativ-Sendung ja auch irgendwie schwer weil das sage ich jetzt mal positiv formuliert oder mit Mitleid denn wenn man bei Frontal einundzwanzig arbeitet Dann kann man natürlich nicht sagen, oder dann kommt am Ende kein Bericht daraus wie ausgewogener Bericht.

00:34:15: Wie das Christentum in Deutschland so ist und dass es solche und solche geben sondern die wollen ja dem Missstände aufdecken.

00:34:22: Und da habe ich oft den Eindruck, dass eine These im Kopf ist zum Beispiel Die die ihren Glauben auf der Zunge tragen und das bei instagram veröffentlichen die sind böse Achtung so wie unterlegen dass jetzt mit böser musik.

00:34:35: dann greifen wir gucken wir mal wer braucht man so ein paar negativ Beispiele.

00:34:39: Und dann kommen wirklich auch irgendwelche spinner die da zitiert werden wo wir alle sagen würden leute, Mach mal dein Instagram Account zu und liest mal besser die Bibel und gehen wir in den Hauskreis.

00:34:52: Und dann hinterfrag dich mal selbst, und dann kannst du nochmal gucken wie du hier kommunizieren willst.

00:35:00: auf jeden Fall was wirklich auch nicht geht und was auch alles andere als evangelikaler Mainstream oder so wäre eine wirklich krasse Randerscheinung mit Leuten die natürlich Erfolg haben.

00:35:10: aber wenn die dann pass pro toto für eine ganze Bewegung werden, ohne dass das auch nur so ein bisschen abgemildert wird.

00:35:20: Dass es eben ganz viele andere gibt die ganz normale Christen sind und auf keinen Fall irgendwie jetzt die Demokratie abschaffen wollen oder so einen Trump-Amerika in Deutschland Mager Deutschland aufbauen wollen.

00:35:37: Das fällt oft wirklich unter den Tisch Und ich habe das schon ein paar Mal erlebt, wo ich dann auch Leute getroffen habe.

00:35:43: Also Journalisten von bestimmten Sendungen, die auf christlichen Veranstaltungen waren und die hab' ich dann noch mal kennengelernt auf Pressekonferenzen und so... wo man sich dann unterhält und es ist auch menschlich wunderbar.

00:35:57: Und ja, was machst du denn hier?

00:35:58: Ja ich wollte mal gucken wie Jugendliche so ihren Glauben leben.

00:36:01: Ach interessant!

00:36:02: Ich weiß dann schon meistens welche Richtung das da geht.

00:36:04: aber und dann kommt dann am Ende so ein, so einen forty-fünfminütige Reportage ein halbes Jahr später raus Wie furchtbar doch die frei kirchlichen Christen alle sind und man fährt dazu natürlich nicht in die FEG sonstwo im bergischen NRW sondern sucht sich halt irgendeine krasse Freikirche raus, die wirklich am Rand steht und nimmt sie dann eben als Beispiel dafür wie schlimm das alles ist.

00:36:29: Man merkt schon immer, wie die Formulierungen sind.

00:36:34: Am Anfang der Glaube geht ja zurück in Deutschland.

00:36:37: Es gibt nur eine Gruppe, die wächst – das sind die Freik kirchen und die Charismatiker und so!

00:36:42: Und dann kommen diese Wörter, die selbst ernannten was auch immer, da kommen dann die angeblichen Und das würde ich auch sagen, dass es wirklich hochgradig subjektiv, obwohl eigentlich Objektivität vorgegaukelt wird.

00:36:58: Das sehe ich auch sehr kritisch

00:37:00: Ja.

00:37:00: und was halt wirklich traurig ist?

00:37:02: Ist das dann... ...das was den Menschen der gristliche Glaube bedeutet im Grunde darauf reduziert wird Was sie zum Beispiel über sexual ethische Fragen denken?

00:37:13: Das kann man ja auch kritisieren Und darüber kann man diskutieren, da gibt es auch unter Christen ganz unterschiedliche Auffassungen.

00:37:20: Aber wenn das dann darauf reduziert wird wie Menschen die Christensomosexualität stehen und dann gesagt wird ja diese sind gefährlich weil sie diese Position einnehmen ist das natürlich superunterkomplex Weil der christliche Klaube ganz sicher auch für diese Leute Die da zum Beispiel so porträtiert werden noch eine ganz andere und viel umfassendere Bedeutung im Leben spielt.

00:37:42: Und da gehört ja zum Beispiel auch sowas dazu, wie dass der Glaube Kraft gibt.

00:37:46: Dass Nächstenliebe dazugehört und das Leben prägt, dass man sich einprägt in die Gesellschaft und für andere da ist.

00:37:53: Also der christliche Glaube ist so viel umfassender als jetzt diese eine Position.

00:37:58: Und selbst wenn man diese Position hat, ist es an sich erst mal nicht schlimm, sondern man darf sie ja auch haben und kann dann auch in den Diskurs gehen.

00:38:06: Aber dass das immer so problematisiert wird... Vielleicht so ein Stachel im Fleisch der progressiven Gesellschaft, dass man sagt ja man muss heute eigentlich anders denken.

00:38:17: Aber warum muss man das eigentlich sagen?

00:38:19: Dass man das so muss.

00:38:20: man ist vielleicht nicht in der Mehrheit aber dafür diese Meinung haben und gleichzeitig ist der Glaube noch sehr viel mehr.

00:38:28: ich möchte auch noch ein anderes Beispiel nennen was mir zuletzt wirklich auch richtig richtig positiv aufgefallen ist nämlich da hat der Spiegel der ja wirklich auch nicht im Verdacht steht, Christen in den Himmel zu loben.

00:38:48: Über die Olympiatheilnehmerin Emma Weiß geschrieben, die ist in dieser Disziplin Ariel unterwegs und macht eine Artistik auf Schieren von so einer ganz großen Chance herunter.

00:38:59: Ich habe es nicht verfolgt, genau kann ich nicht sagen was sie da machen.

00:39:02: Sie sehen jedenfalls in diese Disziplinen die einzige deutsche Sportlerin, die da antritt Und ich glaube, das war auch der Anlass dafür, dass sie da interviewt wurde im Spiegel.

00:39:12: Sie berichtet in dem Beitrag aber auch davon, dass die Christin geworden ist vor zwei Jahren und dass sie zu Pfingsten etwas erlebt hat, wo sie dann gemerkt hat Gott hat was mit ihr vor.

00:39:25: Der Spiegl berichte das ganz sachlich und nimmt es einfach so hin, dass er das so erzählt und sagt auch ganz starke Sätze wie zum Beispiel, In meinem Sport geht es eigentlich immer darum, dass ich mich mit anderen vergleichen muss.

00:39:40: Wer ist die Beste?

00:39:41: Wer ist der Schnellste?

00:39:42: Wer am stärksten?

00:39:44: Bei Gott ist das ganz anders und das fand ich so ein starkes Zitat weil das im Grunde genau auf den Punkt bringt was ihr der christliche glaub bedeutet nämlich dass die sportliche Leistung überhaupt nicht alles ist sondern dass sie dem glauben was gefunden hat was ihren Wert eigentlich ganz elementar ausmacht nämlich dass sie von Gott angenommen und geliebt ist und sich nicht vergleichem muss dass an ihrer sportlichen Leistung nicht ihr menschlicher Wert hängt.

00:40:10: Und das fand ich wirklich toll, dass der Spiegel das genauso stehen lassen hat auch wenn vielleicht für Spiegelese die Bekehrungsgeschichte die da kurz geschildert wird befremdlich wirken mag.

00:40:22: sie haben es trotzdem stehen lassen und um das einfach so auch nicht bewertet und das zeigt ja dass Journalisten das auch können.

00:40:29: Man kann ja auch einen Phänomen wie den christlichen Glauben und auch wenn der einem als Journalisten vielleicht noch fremd erscheint, ... ... kann man sich dem ja trotzdem sachlich und in dem Sinne objektiv nähern.

00:40:42: Ohne dass man kommentieren muss ist das schräg oder ist es okay?

00:40:46: Und deshalb muss man da wirklich vorsichtig sein mit der Medienkritik und muss sich immer genau angucken worauf bezieht man die Medienkritika?

00:40:55: weil es einfach eine große Bandbreite gibt.

00:40:58: Ja Genau, es gibt solche und solche.

00:41:01: Und was auch oft mit reinspielt um das mal klar zu sagen also wenn es problematische Entwicklungen gibt innerhalb der christlichen Szene dann ist es ja auch für uns so dass wir das bericht würden und schreiben würden.

00:41:12: Das ist jetzt für uns als christliche Journalisten bedeutet das nicht, dass wir welche negativen Dinge verschweigen würden um irgendwie das Reich Gottes zu schützen oder so.

00:41:22: Also mir ist keine Bibelstelle bekannt in der drin steht dass man nichts Keine keine Wahrheit aussprechen sollte irgendwie ein irgendwas Negatives wäre oder so, sondern dass man immer im Gegenteil ja das Fari sehr atum wird ja dann kritisiert also die Heuchelei die Doppelzündigkeit.

00:41:41: Dass eine sagen das andere tun.

00:41:42: und da ist es eben als Journalisten auch unsere Aufgabe.

00:41:47: Egal ob als Journalist eines christlichen Magazins oder darüber hinaus in der sekularen Welt diese Bestände aufzudecken und darüber zu berichten weil wer soll's sonst tun?

00:41:57: Von selbst kommt es ja eben nicht.

00:41:59: Und ich glaube, was so ein Ding ist bei vielen Medien ist wenn da irgendwie sich das verbinden lässt oder man eine Verbindung sieht mit politischen Machtansprüchen.

00:42:09: also Frau die Emma weiß Die is ja wirklich einfach Eine ganz tolle Person.

00:42:15: Einfach auch So so charmant sie auch gewinnend und so dass die im Grunde eine charismatische christin ist Ist dann einfach kein Problem, weil sie es ja auch nicht so Dinge sagen würde wie wir wollen jetzt Deutschland für Jesus gewinnen und wir müssen bis nach Berlin und in Bundestag.

00:42:33: Und dann müssen wir Gesetze machen oder sowas ja das was ja auch wirklich in Deutschland zumindest kaum einer so vertreten würde.

00:42:40: aber wenn man dann eben solche Leute dann findet Dann ist das natürlich ein gefundenes Fressen.

00:42:46: Wenn man so diese Nähe dann irgendwie sieht, es wird ja teilweise auch von der politischen Richtung aufgegriffen und übertragen und für sich selber zu Nutze gemacht wenn's da solche politische und theologischen angebliche Nähen gibt.

00:43:03: aber da denke ich einfach wichtig dass man sich selbst begrenzen kann und dann auch sagen kann, nee das ist nämlich nicht alles Alarm.

00:43:11: Und nur weil da jemand in moderner Weise über seinen Glauben redet und da viele Follower dafür hat muss es noch nicht verdächtig sein.

00:43:18: vor allen Dingen darf ich da nicht einfach alle dann runter machen damit.

00:43:22: Aber ja ich habe es gerade ein bisschen angerissen wenn wir objektiv sein wollen und haben aber selber als christliche Journalisten eben ganz klar einen Glaubem auf bestimmte Positionen die wir vertreten Kann man dann eigentlich objektiv sein, oder sind wir als christliche Journalisten aus deiner Sicht eigentlich immer subjektiv?

00:43:42: Denn wir sind ja das christliche Medienmagazin pro und nicht das atheistische oder das säkulare Medienmagrazin.

00:43:50: Ja genau hier wird die Problematik des Begriffes sichtbar denn von uns als christlich magazin würde man ja berechtigterweise erwarten dass wir Manche Themen oder also grundsätzlich einen bestimmten christlichen Blick auf die Gesellschaft werfen und so auch unseren Journalismus ausrichten.

00:44:09: Und deshalb auch zu bestimmten Themen uns vielleicht kritischer Verhalten als das andere Medien machen würden, also nehmen wir das Beispiel in die Diskussion um Abtreibung.

00:44:19: Sollte das legalisiert werden?

00:44:21: Solltet es stärker eingegrenzt werden?

00:44:23: Das wird ja unsere Gesellschaft sehr stark diskutiert Und es gibt in den Medien wenige Stimmen, die ein strengeres Abtreibungsrecht z.B.

00:44:38: vorsehen würden und es gibt auch nur wenige, die jetzigen Regelungen loben oder für richtig halten sondern es gibt sagen wir.

00:44:47: nach meiner Wahrnehmung zumindest ohne das jetzt letztendlich analysiert zu haben glaube ich dominiert schon eher die Haltung dass man das eigentlich schon mehr liberalisieren könne die Frage der abtreibung Und berechtigterweise würde man von einem christlichen Magazin natürlich erwarten, dass die Position, die man hat irgendwie zumindest christlich begründet und aus der Bibel und aus dem Klauben herausbegründet wird.

00:45:08: Wir machen uns schon dafür stark, dass es nicht zu einer Liberalisierung kommt.

00:45:14: also wir machen uns nicht stark in dem Sinne das wir Aktivisten sind sondern indem wir Stimmen zu Wort kommen lassen die Argumente dafür liefern warum es sinnvoll ist rechtlich so zu regeln, wie sie jetzt geregelt sind zum Beispiel.

00:45:31: Und warum es aus ethischer Sicht fragwürdig ist das noch weiter zu liberalisieren?

00:45:37: Also insofern sind wir objektiv weil wir Sachargumente bringen, weil wir versuchen Einordnungen zu bringen und natürlich auch die Argumente der Gegenseite Versuchen zu verstehen oder gegenseitig in dem Fall die Argumenten derjenigen, die für eine Liberalisierung eintreten denn man muss ja auch verstehen was ist deren Anliegen eigentlich, worum geht's denen?

00:45:57: Bei diesem Beispiel haben wir eigentlich so einen ganz typischen, also ein Dilemma.

00:46:02: Wir haben das Recht des Lebens, des ungewohnten Kindes und wir haben das Persönlichkeitsrecht der werdenden Mutter.

00:46:10: Und irgendwie muss man diese beiden Rechte ausbalancieren – und das ist natürlich rechtlich gesehen in Dilemma und auch ethisch kann man das diskutieren!

00:46:17: Aber als Christen wird dazu eine bestimmte Grundhaltung.

00:46:22: aber wir sagen nicht dass es die einzig mögliche Haltung ist denn es gibt auch Christen, die das anders sehen.

00:46:28: Und das heißt, wir sind nicht objektiv weil wir eine bestimmte Haltung haben und gleichzeitig sind wir aber objektiver versuchen möglichst viele Perspektiven mit in diesen Diskurs abzubilden.

00:46:38: Um den Lesern zu ermöglichen da auch sprachfähig zu sein sich einen Urteil zu bilden und auch zu wissen welche Argumente sprechen wofür und wo gehen?

00:46:47: Ja ja es ist gerade so ein wichtiges Thema.

00:46:50: ich war damals bei Christina Hänel der Gießener Ärztin die verurteilt wurde wegen des Werbeverbots für Abtreibung, was sie mehrfach gebrochen hat.

00:47:02: Also es ist ja so eine Diskussion die schon länger her ist.

00:47:06: Das Werbeverbot § twohundert neunzehn ist dann auch abgeschafft worden und das erst mal.

00:47:13: ich fand's auch total total gut dass Sie da dass sie von sich die Offenheit hatte treffen mit christlichen Journalisten zu machen wo sie auch weiß aus welche Ecke die kommen Und ich war dann bei ihr in der Praxis und hab mit ihr gesprochen.

00:47:26: Mein Ziel war, nicht sie in die Pfanne zu hauen, sondern sie zu verstehen auch wenn ich meine eigene Standpunkt habe.

00:47:32: Auch den Lesern zu zeigen.

00:47:34: warum denkt sie eigentlich so?

00:47:40: Nicht einfach nur zu melden wo sie wieder vor Gericht verloren oder gewonnen hat oder dass jetzt kommt die Fraktion mit dem Vorhaben und die andere spricht dagegen.

00:47:48: Wirklich mit den Leuten zu sprechen und sie ernst zu nehmen und ihnen die Möglichkeit geben sich zu äußern, zu erklären.

00:47:57: Und was wir ja immer versuchen ist dass wir natürlich auch kommentieren aber am Ende wollen wir eigentlich das unsere Leser sich informiert fühlen, auch breit informiert füllen und dann selber die Fähigkeit dazu haben sich für eine Position zu entscheiden und sich eben gerade nicht irgendwie erzogen fühlen oder so Und das finde ich wichtig.

00:48:19: Übrigens, was ich immer ganz interessant finde ist, dass es gibt so ein gelbes Lehrbuch über den Journalismus von Walter von La Roche.

00:48:28: Das ist ein ganz alter Klassiker der in der X-Ten Auflage aktualisiert wird und so.

00:48:33: Den kriegen Volontäre in die Hand gedrückt und Praktikanten.

00:48:36: Es steht ganz große Kurse.

00:48:39: Ich habe fast gesagt, die Bibel des Journalismus wäre jetzt auch das falsche Wort hier im Kontext.

00:48:45: Aber es ist ein wichtiges Lehrbuch-Standardwerk.

00:48:48: Und da ist genau dieses Beispiel interessanterweise drin, also wie was dann eigentlich dann objektiv bedeutet und da wird explizit das Beispiel erwähnt eines christlichen Magazins.

00:49:03: Da steht dann darin dass man eine Blattlinie, also eine Tendenz.

00:49:08: Eine Ausrichtung des Magazins völlig okay und völlig legitim ist journalistisch.

00:49:13: Das sei zum Beispiel ganz normal das es sehr unwahrscheinlich sein, dass in einem christlichen Magazin die Vorzüge des Atheismus gelobt würden.

00:49:25: Also diese Ausrichtungen muss klar sein!

00:49:26: Ich finde dann immer wichtig dabei, dass man da transparent ist und sagt wir stehen dafür Das könnt ihr bei uns dann auch so erwarten.

00:49:35: Aber wenn wir jetzt sagen, wir sind neutral oder sind... Was heißt neutral?

00:49:43: Wir haben eben keine inhaltlichen Überzeugung zu denen wir stehen.

00:49:48: Axel Springer hat zum Beispiel diese Springer Essentials dabei.

00:49:52: Nein!

00:49:52: Wir sagen das ganz offensiv was wir vertreten und dann machen wir fairen Journalismus damit.

00:49:59: Und da finde ich diese Transparenz einfach wichtig Dass man nix verschweigt, aber dann eben auch das klar ist wofür wir stehen.

00:50:07: Neulich Jonathan hast du ein Porträt geschrieben?

00:50:11: Jonathan Steinert schrieb einen Porträl über Jonathan Steinart der tatsächlich genauso heißt wie er und ich habe gedacht da können wir noch ganz kurz zu besprechen weil dass ja eigentlich das subjektivste ist was man sich so vorstellen kann.

00:50:23: Du bist hier quasi wirklich Als Jonathan Stein hat auf diesen Termin gegangen und wahrscheinlich wärst du gar nicht dahin gegangen, wenn er nicht genau so heißen würde wie du.

00:50:32: Kannst du uns mal erzählen, wie das dazu kam?

00:50:35: Ja gerne!

00:50:36: Also es war auf jeden Fall kein Selbstporträt, sondern das Porträt über einen anderen Mann der fast genauso alt ist sogar wie ich und den gleichen Namen hat als ich.

00:50:49: Und... Ich bin auf ihn gestoßen weil ich in aller Eitelkeit natürlich auch irgendwann mal meinen Namen geguggelt habe um zu gucken, was passiert eigentlich wenn man meinen Namen googelt.

00:50:59: Und das erste, was ich da gefunden habe, war ein Video in dem er seine Geschichte erzählt und da erzählt er kurz davon dass er eine Vergangenheit in der Krufti Szene hatte und dann Christ geworden ist und sich sein Leben geändert hat und dass er völlig anders erstes Leben geht und was ihm das bedeutet.

00:51:18: Da hab' ich schon gedacht ach das ist ja ne interessante Geschichte.

00:51:21: vielleicht könnte man über den mal was schreiben.

00:51:24: Also einfach weil so ein Lebenswandel ist ja an sich schon immer interessant, was passiert eigentlich bei Menschen die sowas erleben von einem Leben quasi in ein anderes zu gehen, weil man irgendwie eine Glaubeserfahrung gemacht hat.

00:51:39: und dann war es tatsächlich so dass ich auf diese Biografie angesprochen wurde, weil offenbar auch jemand anders schon meinen Namen mal geguggelt hatte und dann auf seine Geschichte gestoßen ist.

00:51:51: Er wurde auch schon auf Texte von mir angesprochen.

00:51:54: Obwohl er überhaupt nicht wusste, was Pro ist und dass er das geschrieben haben sollte.

00:51:59: aber es war ja auch nicht von ihm.

00:52:01: Und wir haben uns dann auch getroffen mal beim christlichen Kongress und haben uns immer bekannt gemacht und haben gesagt Wir machen was zusammen oder ich schreibe mal etwas über dich.

00:52:10: und jetzt kam's tatsächlich dazu und ich habe ihn besucht.

00:52:14: bei ihm ist die Geschichte dann weitergegangen.

00:52:17: der ist nämlich Fahrradhändler und hat vor ungefähr einem Jahr seinen Fahrradladen JZ-Bikes genannt oder JC-Bike, also ich selbst nicht ganz sicher wie man das am besten ausspricht und im Grunde denken da die Initialen von Jesus Christus drin.

00:52:35: Und das ist für ihn auch einfach ein Entzeugnis für sein Glauben dass er seine Fahrradladen so bezeichnet hat weil es ihm wichtig ist über seinen Glauber mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen um das zu teilen was ihnen der Glaube bedeutet.

00:52:49: Da habe ich ihn besucht portraitiert.

00:52:52: Ich habe also ein Text beschrieben sozusagen mit der Ausrichtung, dass man ihn als Menschen kennenlernt und erfährt was ist das eigentlich für einen Typ?

00:53:01: Was hat er erlebt?

00:53:03: Und warum glaubt er, was er glaubt?

00:53:05: Was bedeutet ihm das?

00:53:06: Das ist so der Sinn eines Porträts, einen Menschen kennenzulernen in Hinblick auf verschiedene Aspekte.

00:53:13: Und es ist natürlich etwas Subjektives gewesen auch wenn du Versucht, dass ihr möglichst umfassend auch darzustellen.

00:53:20: aber es schwang zumindest eine gewisse subjektive note eben dabei mit eben weil du schreibst ja auch dann in der ich perspektive ist ein sehr lesenswerter text.

00:53:30: Aber wir sind uns glaube ich eigentlich das das nicht problematisch ist und ich glaube auch dass das niemand Problematisch finden würde, der das liest.

00:53:39: Wenn dann eben von objektivem Journalismus die Rede ist, die man gerne hat also wir halten mal fest ich glaube dass was du am Anfang auch besonders betont hast Die Frage ist müssen wir immer objektiv sein?

00:53:52: Antworten ein Wir sind dann objektif wenn die Form es erfordert wenn man das erwartet dass man objektief also dann Sachlich und ohne eigene Meinung oder so dann informiert werden soll.

00:54:05: Und man kann dann subjektiv sein, wenn die Form es eben erlaubt.

00:54:10: Wenn die Erwartung beim Leser dann auch so ist oder beim Zuschauer das jetzt was Subjektiveres kommt und ich glaube, wenn da sich noch mehr Journalisten-Kollegen dran halten würden bei manchen anderen Formaten wir würde zum Beispiel sagen, auch bei Berichterstattungen über bestimmte christliche Phänomene durchaus auch mehr Medienvertrauen wieder da bei vielen Gruppen.

00:54:37: Denn wir müssen ja sehen, auch bei den anderen, bei denen die nicht jetzt zur AfD tendieren gibt es ja auch immerhin dreißig Prozent, die das anders sehen, die da große Skepsis haben.

00:54:48: Ja wie seht ihr das eigentlich mit dem Vertrauen in die Medien?

00:54:53: Mit dem Thema objektiven Journalismus?

00:54:54: was habt ihr dafür Erfahrung gemacht?

00:54:57: Das wäre interessant wenn ihr uns das mal schreiben würdet Und vielleicht kommentieren würdet auf Social Media oder wo auch immer ihr das jetzt gerade seht, ihr könnt euch einfach an uns wenden an.

00:55:10: Ja log et pro-medienmagazin.de.

00:55:14: und wenn ihr mehr von uns wissen wollt über unsere Arbeit was uns thematisch so beschäftigt dann abonniert am besten diesen Podcast.

00:55:21: dann wisst ihr immer aktuell was gerade los ist bei uns und bekommt ein Einblick in unsere Redaktion.

00:55:28: Und wir freuen uns von euch zu hören, von euren Fragen auch.

00:55:32: Dass wir wissen was euch beschäftigt und was vielleicht auch Themen sind die wir mal bearbeiten sollten also... Wir freuen uns vom euch zuhören.

00:55:39: meldet euch gerne bei uns.

00:55:41: Wenn es euch gefallen hat dann genau das wollte Nico jetzt gerade noch ergänzen.

00:55:45: Gebt uns gerne fünf Sterne!

00:55:48: Nicht nur weil wir uns da so super drüber freuen wenn jemand uns fünf Sterner gibt sondern weil tatsächlich der Algorithmus unseren Podcast auch höher spürt damit mehr Leute ihn finden.

00:55:58: Das wäre super.

00:55:59: Also, macht's gut!

00:56:00: Ich bin Nikolai Franz und mein Kollege Jonathan Steinert wünschen euch eine schöne Woche.

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